Halaveli
   

Hier unser Reisebericht über Halaveli, wo wir vom 7. - 14. Februar 2005 waren.

Wir fanden die 2 Reiseberichte über Halaveli erst, nachdem wir gebucht hatte. Hätten wir sie vorher gefunden, hätten wir wahrscheinlich nicht gebucht. Na, kann nur sagen, zum Glück haben wir sie nicht vorher gesehen! Halaveli war unsere 3. Malediven-Insel (die vorherigen Reethi Rah in 1996 und Reethi Beach in 2002) und bei weitem die schönste, genialste Erfahrung.

Insel:

Von der natürlichen Schönheit der Insel muss ich sagen waren wir im Vergleich zu Reethi Beach und Reethi Rah eher etwas enttäuscht. In der Lagune hat’s nämlich Wellenbrecher die zum Teil fast ganz an den Strand rankommen und meiner Meinung nach etwas störten. Ist aber verständlich, dass sie die da haben, da sonst der Strand wohl noch ganz verschwindet, aber eben, da waren Reethi Beach und Reethi Rah schon schöner. Ausserdem war es in der Woche, wo wir da waren, immer ziemlich windig und das Wasser auf der Seite der Wellenbrecher immer etwas aufgewühlt, also gingen wir praktisch nie auf jener Seite schwimmen. Hier noch ein Foto, das ich vom Wasserflugzeug bei der Ankunft machte.

Das Beste:

Aber was Halaveli hat, das wir noch nie zuvor erlebten, ist die absolut relaxte Atmosphäre. Die Angestellten mischen sich oft zwischen die Gäste, man kriegt den Eindruck, dass sie gut behandelt werden und gerne dort sind. Es wird viel gewitzt und gelacht, und es besteht nicht die leicht formelle Distanz, die zwischen Angestellten und Gästen auf den anderen zwei Inseln waren. Wir hatten oft lange Gespräche mit unserem Roomboy, den Kellnern, und den total coolen Typen, die das Schnorcheln leiten – Hassan, Brando und Saeed. Und dann kommen so Sachen dazu wie, dass uns praktisch alle schon „kannten“, kaum waren wir angekommen! Wir wurden von allen gleich mit unseren Vornamen angesprochen, alle Kellner schienen informiert zu sein, dass ich Vegetarierin bin etc. Ein echter „personal touch“! Und dann so Sachen wie, wenn man halt Lust hat, auf eine andere Insel auf Besuch, dann muss man es nur sagen, und sie organisieren was, die Kanus kann man einfach nehmen, wenn man Lust hat, man muss nicht alles im voraus organisieren und reservieren, und unserer Rückflug nach Male war so organisiert, dass wir Halaveli wirklich voll auskosten konnten und nur 1 Std. im Flughafen verplempern mussten. Das im Gegensatz zu den andern Inseln, wo sie uns jeweils so früh wie möglich zum Flughafen brachten und wir Stunden dort verbrachten statt auf dem Strand…

Italiener:

Nach den vorhergehenden Berichten hatten wir etwas Bedenken, dass wir uns als Aussenseiter vorkommen würden – sie haben die Italiener ja wirklich nicht ins beste Licht gestellt. Aber das fanden wir gar nicht – sie waren alle so nett, und wenn man sich bemüht, den Kontakt herzustellen, und sei’s nur ein „Ciao“ ab und zu, dann sind sie auch wirklich sehr freundlich. Die italienischen Angestellten sind total nett, v.a. Chiara, die uns begrüsste und die sich wirklich super um uns kümmerte und uns immer informierte, wenn's was Wissenswertes gab. Auch die Animations-Crew waren sehr nett zu uns, auch wenn nicht alle viel Englisch sprachen, aber mit einem Gemisch von Englisch und Italienisch, und mit Händen und Füssen ging das irgendwie schon und war erst noch lustig. Wir waren bei Ankunft übrigens wirklich die einzigen Nicht-italienischen Gäste, bis dann in den folgenden Tagen langsam mehr Engländer, sowie Franzosen, Amis, Deutsche und Holländer auftauchten. Bis sie alle auftauchten, waren wir aber schon praktisch Halb-Italiener!

Essen:

Das Essen war super. Stimmt, hauptsächlich italienisch, aber es gibt auch jeden Mittag beim Buffet Curry (mal Fisch, mal Gemüse), viel Salat/Gemüse, und an einem Abend war maledivisches Buffet, was wirklich super war. Wir erwähnten so nebenbei, dass wir sehr gerne Currys haben, und prompt wurde uns jeden Tag ein anderes Curry als Hauptmahlzeit am Abend serviert!

Schnorcheln:

Das Schnorcheln auf der Insel selber haben wir nie wirklich ausprobiert, denn das Hausriff ist auf der windigen Seite (jedenfalls als wir da waren). Aber die täglichen Schnorchelausflüge sind auch wieder mal etwas, das wir noch nie woanders erlebten. Wir sahen etwa 5 oder 6 verschiedene Riffe, und wieder mal typisch für Halaveli: obwohl an einem Tag nur wir 2 am Pier erschienen (man muss sich für’s Schnorcheln nicht anmelden), machten sie den Schnorchelausflug trotzdem – nur für uns! Woanders wollen sie ja immer eine Mindestzahl bei so Sachen. Und wir sahen wirklich so ziemlich alles ausser Manta-Rochen beim Schnorcheln, inkl. mehrere Haie und Schildkröten. Hassan, Brando und Saeed sind Experten, versteckte Fische etc. zu finden und den Schnorchlern zu zeigen. Sie filmten auch manchmal, und wir kauften uns ein Video von einem unserer eigenen Schnorchelausflüge als Souvenir.

Bungalows:

Es gibt 50 alleinstehende Bungalows, relativ nahe beieinander. Leider geht der Weg direkt vor den Bungalows vorbei, was bedeutet, dass man die Privatsphäre etwas verliert. Drinnen merkt man den Bungalows das Alter schon an (ich glaube, sie wurden in den 80er Jahren erstellt), aber das Ganze ist sehr sauber. Bungalows 45-50 sind direkt beim Generator und in der Nähe des Spielfeldes der Angestellten und darum nicht sehr ruhig und eher zu vermeiden.

Dann gibt’s noch die „Notfallszimmer“, Nr. 51-54, die hinter der Bar sind und scheint's für jene reserviert, die trotz ausgebuchter Unterkunft unbedingt auf die Insel wollen. Die sind auf 2 Stöcken und beieinander, also nicht zu empfehlen, ausser die Unterkunft sei Nebensache.

Bungalows 1-6 sind in der Nähe der Bar und vielleicht nicht ganz so ruhig.

Die am besten gelegensten Bungalows sind wohl ca. 8-30.

Die schlechte Nachricht:

Wir haben eine der genialsten Inseln gefunden, wo wir Angestellte trafen, die seit Jahren dort sind, wo alles so laid-back ist, wo wir uns richtig zuhause fühlten und am liebsten für immer geblieben wären. Das Ganze muss doch irgendwo einen Haken haben… Ja, der Hacken kommt: die Insel wird in Kürze renoviert werden. In die Lagune kommen Wasserbungis, und wenn das alles erstellt worden ist, werden die Strandbungis abgerissen und mit luxuriöseren ersetzt werden. Die Insel wird 5* Plus. Aah! Nicht nur wir, auch die Angestellten haben ihre Bedenken, ob man dabei wirklich die gleiche Atmosphäre beibehalten kann. Soviel ich weiss werden sie irgendwann in 2005 mit dem Bauen der Wasserbungis beginnen, die aber relativ weit aussen sind und somit hoffentlich auf der Insel selber nicht gross zu Lärmstörungen führen werden. Dann irgendwann in 2006 werden sie die Insel zum Neubau der Strandbungis schliessen.

Fazit:

Unsere absolute Lieblingsinsel, am liebsten wären wir für immer dort geblieben. Es war das erste Mal, wo ich beim Abschied in den Malediven Tränen unterdrücken musste! Hoffen wir nur, dass der Umbau nicht alles negativ verändert und die tollen Angestellten vergrault.

Erika Forni Garcia

email: lasevillana2004-maledivennet@yahoo.co.uk

 


 

Hallo,
hier ein kurzbericht über halaveli, 10.06-28.06.2001.

transfer:

transfer mit dem wasserflugzeug, ca. 20 min. am flughafen 40US$ nachzahlen für 2* 20kg taschen tauchgepäck!!!!! diskutieren half nichts, die hätten uns tatsächlich bei nicht bezahlter rechnung am flughafen stehen lassen! nach 20min. diskussion war ein arbeiter so freundlich uns eine bescheinigung anzufertigen. achtung: die arbeitsmoral in dieser region ist nicht sehr hoch, d.h. seit ihr einmal auf der insel ist es fast unmöglich eine solche bescheinigung zu erhalten!

zur insel:

halaveli ist eine kleine aber sehr schöne insel die man in ca.10-15min zu fuß umrunden kann. der sand ist sehr weiß, so wie ich ihn vorher noch nicht gesehen habe. die insel wirkt im ganzen sehr gepflegt, da die bediensteten täglich des öfteren über die insel gehen und "aufräumen". die zimmer sind einfach aber sauber. all zu großen luxus sollte man hier nicht erwarten. zimmer von nummer 45-52 sollte man vermeiden da dort der generator steht! die küche hat zu 90% pasta im angebot, sowie geflügel, fisch und reichlich gemüse. leider wiederholt sich das angebot nach wenigen tagen, so daß man der pasta schnell überdrüssig wird, dennoch ist die qualität gut und der koch ist auch nicht italienischen gästen aufgeschlossen und sehr freundlich und kann sich englisch sehr gut artikulieren. die getränkeauswahl ist zufriedenstellend, jedoch relativ teuer: 1 flasche wasser 3.90$("ohne gas"), 1 glas bier 2.60$, 1kleine tasse kaffee, an der bar, 1.20$, 1 caipirinha 6.20$, 1 flasche wein 18.00$ und das ganze zzg. 10% bedienungsgebühr.

tauchen:

die tauchschule wird von einem relativ altem italiener geführt der sich wie ein giggolo aufführt und in einer sehr überheblichen art "nicht italiener" ignoriert, genauso wie der rest der italienischen animations crew. die tauchgänge sind ziemlich teuer: 1 normaler tauchgang liegt bei 42$, nachttauchgänge 52$ zzg. 2$ verlade gebühr  je tauchgang, für flaschen und ausrüstung auf dem dhoni. die tauchgebiete sind o.k., das wrack ist jedoch nicht unbedingt sehenswert. ein kahn der auf sandigem offenem gelände steht und nicht besonders zugewachsen ist; prädikat:  eher langweilig!

für diese günstigen preise wird man dann auch noch von dem chefinstructor wie ein mensch 2.klasse behandelt. zum glück gibt es noch mohamed  in der tauchschule, er ist auch neu auf der insel und wird auch nur zögerlich von den italienern(animationscrew) akzeptiert, und war somit unser bester "kumpel" für die drei wochen auf der insel. er hat sich eigentlich um uns "ausländer" ( deutsche, schweitzer, japaner, finnen) auf der insel gekümmert. weiter so!! genauso wie die anderen angestellten (nicht ital.) wird er finanziell ausgebeutet, so daß er sicht kaum telefonate nach hause, geschweige denn ein ticket in die heimat (indien) leisten kann. ich denke ein großzügiges trinkgeld für gut geleistete dienste ist hier durchaus angebracht.

das große manko der insel ist die italienische führung, die mit ihrem team alle nicht ital. total vergrault: z.b. wurden wir nicht gefragt ob wir an ausflügen(z.b. nachtfischen, katamaran segelen  -alles bezahlt!-) teilnnehmen wollen, oder an spielen am strand, genauso wenig wurde uns in den seltesten fällen kokusnuss und tee am strand angeboten. na denn, hütle ab!

fazit:

halaveli ist eine wunderschöne insel mit einem traumhaften strand und sehr netten zimmer-, küchen- und barbediensteten. der standard ist einfach aber sauber und zufriedenstellend. wer die einsamkeit und ruhe sucht ist hier gut aufgehoben, sollte sich aber im klaren darüber sein das man zu den italienern keinen oder sehr schlechten kontakt bekommt und sich oft wie ein mensch 2.klasse vorkommt. man sollte sich, genauso wie wir, ohne skrupel über misstände beim manager der insel beschweren, der das problem bereits kennt! ( die frage ist nur warum er nichts dagegen unternimmt?!)

gesamturteil: befriedigend.

trozdem, euch allen einen schönen urlaub!
sandra und michael

lippim@t-online.de


 


 

Halaveli, Ari Atoll

Angaben ohne Gewähr, Stand November ‘97

Hübsch gelegene Insel, etwas für den gebeutelten Geldbeutel. (60 US$/Tag/Vollpension/Person). Der Transfer dauert lange da die Insel weit von Male entfernt ist, mit dem Speedboat etwa zweieinhalb Stunden. 50 soweit von außen nette Bungalows, allerdings mußten wir uns an den dortigen Standard zuerst gewöhnen. Wir kamen nachmittags um etwa zwei Uhr an und verliessen die Insel am nächsten Tag wieder um zehn Uhr. Somit heisst das dass wir uns ca. 17 Stunden dort befanden. Ein freundliches mehrheitlich italienisches Leiterteam nahm uns dort in Empfang, fragt nach Maurizio. Die Insel wurde vor Kurzem generalüberholt, ob das auch für die Bungalows gilt war uns unklar. Die Vegetation auf der Insel ist soweit o.k., allerdings macht das Inselpersonal schon bei der Ankunft einen etwas genervten Eindruck. Uns sollte es nach und nach einleuchten, warum das so ist.

Wir bekamen als erstes Bungalow Nummer 50. Das sollte zu denken geben, weil sich diese Zahl am Ende von 1 zu 50 befindet. Als Neuankömmlinge eine etwas schwierige Sache aber normalerweise durchaus taxierbar, besonders als wir mit den Worten ‘ dass sich morgen etwas daran ändert und der Kompressor hinter dem Haus sowieso acht Uhr abends abstellt’ vertröstet wurden. Als wir abends um zehn Uhr zu Bett gehen wollten, war da ein Dröhnen hinter dem Haus..... Abgesehen von den Notstops, die einige Herren direkt vor dem Bungalow einlegten und weiss Gott wohin urinieren.....

Wir einigten uns mit Maurizio am nächsten Morgen also darauf, dass wir uns aus einer Reihe von nicht besetzten Bungalows einen aussuchen sollten, welcher uns überzeugte. Wir machten also die Runde um die Insel und entschieden uns für eine Zahl. So lernten wir Halaveli kennen und genehmigten uns gleich an der Sandbar den zugegebenermassen besten Stresso auf den Malediven. Denn eins kann man ruhig sagen: Wenn man auf italienische Küche steht, die einiges zu bieten hat, ist man auf Halaveli gut aufgehoben. Was wir abends und morgens zu essen bekamen, war recht gut aber eben: Bitte nicht auf den Malediven. Dafür müssen wir nicht zehn Stunden fliegen sondern können ebenso nach Rimini reisen.

Apropos Rimini: Wir kamen uns tatsächlich dorthin versetzt vor, weil die ganze Unterhaltung sich dem anpasst hat. (Bemerkung: Wir waren noch nie in Rimini.....). Entertainement in Hülle und Fülle, man kann sich dort den Tag wirklich 24 Stunden lang verplanen lassen. Wessen Geschmack das ist, wissen wir nicht, unserer jedenfalls ist es nicht. Auch ist es schwierig, allen wirklich aufwendig gemachten und vielfältigen Informationen folgen zu können, da sie in erster Linie in italienisch, dann französisch, schlechtem Englisch und noch in etwas japanisch aufgelistet sind.

Es ist nicht einfach, sich mit den Leuten zu unterhalten, wenn sich herausstellt, dass nur die wenigsten auf der Insel englisch sprechen wollen oder gar können. Maurizio spricht englisch, war bis zuletzt hilfreich aber an unserem bald gefassten Entschluss konnte das nichts mehr ändern. Später fanden wir heraus, dass Halaveli erst vor Kurzem von Italienern übernommen wurde, mit sichtlichem Erfolg.

Es wird erzählt, dass die Riffe im Ari Atoll besser intakt sind, da diese Inseln erst nach dem Nordmale Atoll für den Tourismus frei gegeben wurden. Dazu können wir nichts sagen (noch nicht.....). Da sich die Wetterlage ins Negative verschob, da sich unsere Gemütsverfassung etwa in dieselbe Richtung bewegte, hielten wir am Strand Kriegsrat. Wir befanden uns maximal bis zu den Knien im Wasser, weil das Wetter kurze Zeit nicht mirspielte. Mehr lag als sportliche Aktivität nicht drin.

Wir kamen zum einstimmigen Entschluss, dass uns dort nichts mehr hielt, fairerweise muss ich sagen, dass so ein Schock nach einer Woche Makunudu vorprogrammiert sein muss......

Wir begannen, zu den verschiedenen Inseln zu telefonieren. Wir qualifizierten die Inseln im näheren Umkreis und einigten uns auf zwei. Unsere Wahl fiel auf Makunudu und Ihuru. Wir telefonierten um ca. fünf Uhr nachmittags und bekamen Bescheid, dass wir zurückgerufen werden. Wir sassen auf Nadeln, als wir uns mit einem frisch verheirateten Pärchen aus Paris, die wir während der Überfahrt kennen gelernt hatten zum Abendessen trafen. Vor Ihnen mussten wir nichts verheimlichen, warum auch, also weihten wir sie ein. Sie staunten nur, als wir von unseren Plänen erzählten. Als wir nach dem Essen zum Bungalow zurückkamen, trafen auch schon die Bescheide ein: Makanudu war leider total belegt, dafür wollte man schauen, ob es auf Ihuru eine Möglichkeit gäbe. Von dort bekamen wir auch tatsächlich den Zuspruch. Somit war alles klar, zumindest für uns. So hatten wir noch die etwas unangenehme Aufgabe, unseren Entscheid dem Empfang mitzuteilen. Dies wenn möglich auf nette Art, was uns nach längerem Palaver auch gelang. Die Leute wollten natürlich gerne unsere näheren Beweggründe wissen, liessen uns aber nachdem wir unsere Anliegen mitgeteilt hatten fair ziehen. Wir bezahlten nicht mehr als was wir effektiv konsmiert hatten.

Die Überfahrt war nett, sehr schnell da es absolut ruhig war auf dem Meer. Einmal begleitete uns sogar ein Schwarm Delphine.

 

 

Von Jenö Falusi

jenoe_falusi@yahoo.com