Catfish Tauchsafari
   

(Nicht-) Reisebericht Catfish 22.07. - 29.07.05

Wir (mein Freund und ich) und noch zwei fremde Pärchen hatten die Catfish gebucht für 22.07. - 29.07.05.
Leider verlief dann alles recht konfus. Wir hatten erst 2 schöne Wochen Urlaub auf einer Malediven-Insel und wollten 1 Woche Catfish dranhängen. Leider haben wir erst erfahren, daß der Generator der Catfish kaputt war, als wir bereits wieder zum Flughafen gebracht worden waren, wo die Reise hätte weitergehen sollen. Hatten sogar durch Zufall noch die Leute der letzten Reisewoche getroffen. Aussage von denen:
Wir dachten, die Catfish geht diese Woche auf Trockendock? Große Fragezeichen standen in unseren Augen!!! Dann trafen wir Markus, den Tauchguide der Catfish. Er fragte noch rum, ob Taucher auf der Cat- fish sind, ansonsten würde er auf seine Heimatinsel heimfahren, was er dann auch tat. (Wir waren Schnorchler).

Als dann die zwei anderen Pärchen für die Catfish vom selbigen Tag des Fluges aus München eingetroffen sind, stellte sich heraus, daß doch Taucher in der Gruppe waren, die auch das Tauchpaket gebucht hatten.
Zum gleichen Zeitpunkt wurden wir dann informiert, daß die Catfish kaputt ist, und wir nach Eriyadu ge- schippert werden und am Nachmittag sollte es dann auf die reparierte Catfish gehen. (Der Tauchguide selbst hatte angeblich garnichts mitbekommen, daß der Generator kaputt war!?!) Auf Eriydu angekommen hieß es dann fast stündlich anders: Wir fahren, aber erst am nächsten Tag, wir fahren doch nicht Catfish, wir fahren doch, wir fahren evtl. auf anderem Boot oder auch nicht usw.

Letztentlich konnte der Generator nicht repariert werden und sie mußten auf den Ersatz warten. Unserer Catfish-Woche wurde also gestrichen. :-( Zum Ersatz wurden wir dann auf die Insel Filitheo geflogen. Es war zwar ganz schön, aber kann wohl kein Ersatz sein für ´ne Fahrt auf ´nem Segelschiff!!!  Zumindest haben sich Reiseleiterin und Tauchlehrer von Eriyadu sehr bemüht, um uns doch noch einiger- maßen zufriedenzustellen.
Am Abreisetag wieder am Flughafen haben wir dann erfahren, daß der Ersatzgenerator immer noch nicht da ist und die Catfish immer noch nicht repariert werden konnte. Zumindest wurden die Leute bereits zuhause informiert, die die Catfish für die Woche nach unserer gebucht hatten. Wir aber waren ziemlich enttäuscht von dem ganzen Durcheinander und der Organisation rund um die Catfish und kamen uns ein wenig verschaukelt vor. (Haben die keine Ersatzteile da, wenn mal was kaputt geht?

Wieso wissen die nicht, welche neuen Leute kommen und ob sie Tauchen gebucht haben oder nicht? Komisch, daß der Tauchguide, der am Vortag noch auf der Catfish war, angeblich von nichts wußte und uns noch viel Spaß wünschte.) Wir zumindest hätten uns sehr gefreut, selbst Erfahrungen und Erlebnisse auf der Catfish zu machen, was uns wohl leider nicht vergönnt war.

Sabine und Jürgen
aus Wasserburg
 


 

Reisebericht Tauchschiff „Catfish“ vom 15.07. bis 22.07.2005

Nach mehreren Anfragen hier nun mein Reisebericht – ich glaube seit 2 Jahren der aktuellste in Net.

Zum Anfang möchte ich erwähnen, dass dieses unser 5. Maledivenaufenthalt war und wir eigentlich mal die Malediven außerhalb der Touristeninsel erleben wollten, wobei das Tauchen für mich im Vordergrund stand.
Gebucht hatten wir im Winter 05 bei Neckermann ; Flug mit CONDOR von München nach Male und zurück. Am AAA –Schalter wurden wir von unserem Guide Markus (Filitheyo) herzlich empfangen und zunächst erstmal abseits platziert , bis die restlichen „Catfishgäste“ dann auch eintrafen.
Insgesamt waren wir 4 Taucher und 3 Schnorchler –darunter ein Honeymoonpärchen. Nachfolgend Fahrt mit dem Doni zum abseits gelegenen Ankerplatz der „Catfish“. Dort Vorstellung der Crew und Verteilung der Kabinen. Wir hatten die Kabine Nr.1. Von dem in früheren Reiseberichten beschriebenen Dieselgeruch haben wir in der Woche nichts bemerkt. Die Doppelkabine hat ein Länge von ca.2,10 m und eine Breite ca.1,80 m.
Nebenan die Toilette von ca. 1x1m – mit Dusche und Waschbecken. Stauraum gab es unter dem Bett und in einem kleinen Wandschrank. Insgesamt alles sehr spartanisch und ziemlich verwohnt und eigentlich nur zum Schlafen –wer das unbedingt wollte oder musste- geeignet. Ach so- in der Kabine ist noch eine Klimaanlage älteren Baujahres und ein Wandventilator Das Tauchzeug ging sofort in einem Wäschekorb auf das Doni. Nachfolgend Check der Logbücher/Brevets , Bootseinführung und ab ging es zum Checkdive an ein Giri mit einem versenkten Frachter –Kuda Giri. Dann war der erste Tag erstmal vorbei und wir sind in unsere Kabinen gezogen , aus der wir nach einem Regenguss gleich wieder auszogen weil es von der Decke ins Bett tropfte. Nach einer Notreparatur mit Silikon war dann alles ok. Ich habe dann die nachfolgenden Nächte immer auf den Vorschiff unter dem Sonnensegel geschlafen – bei immer klaren Sternenhimmel mit Sternschnuppenfällen – genial!!!

Zum Essen : Es grenzt eigentlich an ein Wunder was der Ali aus seiner Mikroküche zaubert. Dreimal tgl. warme Speisen von guter Qualität –Huhn, frisch gefangenen Fisch mit diversen Gemüse , Reis ,Nudeln. Danach gab es immer einen Nachtisch - über dem Tisch hing außerdem immer eine Bananenstaude - und dann Kaffee oder Tee. Gegessen wurde übrigens im Heck , wo sich eigentlich tagsüber alles abspielte. Einmal wurde eine kleine unbewohnte Insel angefahren und dort ein super Barbecue mit nachfolgenden Tanz und Gesangseinlagen durch die Crew durchgeführt.
Also, wer an diesem Essen rummäkelt , sollte keine Safari mitmachen.
Unter diesen Bedingungen ist das Essen topp und ausreichend. Die Getränkepreise bewegen sich im Level der Touristeninseln. Einer von der Crew führt Buch und abgerechnet wird am Abreisetag cash. Vom Tiger Beer bis Cola war alles ausreichend vorhanden

*Zum Tauchen:* Ich erspare es allen Lesern die Tourroute im Detail zu beschreiben. Wir sind nach kurzer Diskussion dann nach Süden gefahren
(Südmale- und Felidhu Atoll) .War uns allen eigentlich auch egal in welche Richtung – Hauptsache Tauchen mit ordentlich Fisch. *Und der kam dann auch satt*…..! Eigentlich bis auf Walhaie alles gesehen. Sogar eine riesige Delphinschule um das Boot herum sowie Schwertfische. Getaucht wird immer vom Doni aus. Dort steht auch der Kompressor mit dem ganzen Tauchgerödel .Die Jungs füllen dann in etwas Abstand vom Boot oder wären der Weiterfahrt. Nitrox hätte ich mir gewünscht, kann aber aus Platzgründen wohl nicht angeboten werden –und wegen max. 9 Tauchern in Nitrox investieren….??? Getaucht wurde nach Zusammensetzung und Level der Gäste. Manchmal fuhren unsere Schnorchler mit zu einem Riff, begleitet vom Kapitän, während wir dann in der Nähe tauchten. Jedenfalls sind unsere Schnorchler auch zu ihrem Recht gekommen. Getaucht wurde eigentlich alles was so im Weg `rumstand` - hauptsächlich Kanäle mit z.T. ordentlich Strömung, einige Hausriffe , Tilas, Giris…..Nachttauchgang war auch drin. Im Schnitt 2- 4 TG am Tag ohne Gruppenzwang. Wer den „early morning“ nicht mitmachen wollte, blieb eben liegen.

Jeder TG wurde von unserem Tauchguide Markus exzellent gebrieft , wobei auch unsere Wünsche mit berücksichtigt wurden. Überhaupt war Markus eine Klasse für sich. Ruhig , umsichtig und immer kompetent in Wort und Tat.
Ich habe selten so einen guten Guide erlebt. Da er ja zum Filitheyo- Team gehört, haben wir dann ihn noch eine Woche auf Fili.an unserer Seite haben dürfen. Ich denke besser geht es nicht –das erlaube ich mir nach nach 8 Jahren Tauchpraxis weltweit zu beurteilen

„Landgang“ war auch mal möglich. Den Inselnamen habe ich vergessen –jedenfalls war es eine vom Tsunami betroffene Insel , was wir aber vorher nicht wussten. Dort waren noch die Aufräumungsarbeiten im Gange .
Einige Familien wohnten noch unter Zeltplanen von „USaid“. Irgendwie bedrückend. Zum Einkaufen sind wir trotzdem auch gekommen - T-shirt u.s.w. Nach einem Tauchgang an der „Maled. Victory“ am vorletztem Tag (
Donnerstag) war dann auch der ganze Nachmittag für Male vorbehalten.
Sollte man sich schon gönnen –Fischmarkt u.s.w.- aber nach 3 Stunden hat man alles gesehen

*Fazit : - diejenigen die Abstriche an der Unterbringung – Platzangebot- und den sanitären Bedingungen tolerieren , können einen schönen Tauchurlaub erleben. Idealerweise sollte man dann noch eine Inselwoche
dranhängen.*

Falls noch Fragen offen sind beantworte ich die gerne. Mail:

jac.hebert@web.de

 


 

zur Verfügung gestellt von www.wernerlau.com

Der erste Eindruck nahm mich sofort gefangen: Was für ein hübsches und romantische Segelschiff! Der Empfang, den man uns an Bord bereitete, war sehr warm und herzlich. Nach kurzer Einweisung wurden die Kabinen verteilt und die Tauchausrüstung startklar gemacht. Mit einem leckeren Mittagessen, gemeinsam eingenommen am großen Tisch im Heck der "Catfish", begann unsere 1wöchige Reise durch das Süd-Male-, Süd- und Nord-Ari- und das Rasdu-Atoll.

Rückblende: Am Flughafen trafen wir das erste Mal alle zusammen. Ali, unser englischsprechender maledivischer "Reiseleiter" und erfahrener Tauchguide von der Insel Vilamendhoo, und Hamid, unser Kapitän, begrüßten uns bei der Ankunft. Wir, das war eine Gruppe von 8 Leuten, die diese Woche zusammen auf einem Schiff verbringen wollten, im Alter von 13 bis 49 Jahren, vier Taucher und vier Schnorchler, deutscher und französischer Herkunft. Es versprach sehr interessant zu werden, wenn sich bis dahin fremde Menschen zusammenfinden, die nun miteinander für eine Woche mehr oder weniger eng an Bord gemeinsam leben wollen und letztendlich dann auch müssen.

Es waren wirklich sieben tolle und unvergleichlich schöne Tage. Ali führte uns zu Top-Tauch-Spots, fand mit schlafwandlerischer Sicherheit die schönsten Plätze, wir hatten Begegnungen mit Mantas, Delfinen und diversen Haien, einschließlich wirklich beeindruckender Hammerhaie.

Die Crew der "Catfish" gab sich mit uns alle erdenkliche Mühe, ging auf jeden geäußerten Wunsch nach Möglichkeit individuell ein. Ali, der Tauchguide/Reiseleiter, managte wirklich alles, unser Koch Ali erwies sich als wahrer Zauberer in seiner 2 qm großen Kombüse, meine absolute Bewunderung an Dich!

Ali, unser Service-Mann, sorgte für Ordnung, Sauberkeit, pünktliche Mahlzeiten, mit viel Liebe und Geschmack gedeckte Tafeln, korrekte Abrechnungen, Spaß und wünschte mit strahlendem Lächeln "Gute Appetit" - "Vielen, vielen Danke, Ali"!

Die gesamte Besatzung, fünf Mann auf der"Catfish", zwei Mann auf dem uns begleitenden Dhoni, machten uns den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis: Romantische Dinner auf einer unbewohnten Insel incl. Überfahrt bei Nacht, kerzenbeleuchteter Allee, kunstfertig nachgebildetem Manta aus Sand und ausgelassenem Fest am Strand mit Live-Musik unserer "Bord-Band". Geburtstagsfeier von Ali, dem Service-Mann, auf dem palmen- und blumengeschmückten Vorderdeck mit original maledivischem Buffet und Tanz und Spaß auf dem Oberdeck. Blumenbuketts auf dem schmalen Kajütenbett. Beim Nachtfischen selbst geangelten Fisch schmackhaft und raffiniert auf den Tisch gebracht. Und dann die nur mit Maske, Schnorchel und Handschuhen gefangenen Langusten,die für uns exclusiv zum ersten Mal zubereitet und in festlichem Rahmen serviert wurden,.... ein Gedicht!

Wir besuchten mit Ali, unserem Tauchguide, Einheimischeninseln und andere Hotelresorts, er hatte alles im Griff und leitete uns nach dieser Woche auch sicher zu unserem nächsten Bestimmungsort am Flughafen .

Es war einfach unbeschreiblich und hier nochmals ein ganz dickes Lob und großes Dankeschön an "unsere Jungs" von der "Catfish", es war super, wir werden es nie vergessen!

Und hier noch einige Fakten und Tipps für interessierte Taucher und Nichttaucher:

In der Regel finden drei Tauchgänge pro Tag (gegen 06.30 Uhr, vormittags und nachmittags) statt. Alternativ führt Hamid, der Käpitän, Schnorchelausflüge durch. Die Kabinen sind miniklein und äußerst hellhörig, daher machen sich Reisetaschen besser als Koffer und man sollte u.U. an Schlafzeug denken, um die Nacht unter dem Sternenzelt auf dem Oberdeck zu genießen. Es gibt nur kaltes Wasser, welches mühsam von der Crew in Kanistern herangeschafft werden muss. Auch die Pump-Klos sind etwas gewöhnungsbedürftig.

Also keine 5-Sterne-Unterkunft erwarten. Auf dem Schiff ist vieles halt etwas einfacher ausgestattet. Unbedingt Vorsorge für die Ohren treffen, damit Euch nicht wie mir wunderschöne Tauchgänge durch die Lappen gehen.

Frühstück gibt es gegen 08.00 Uhr, Mittag (warm) gegen 12.30 Uhr und Abendessen (ebenfalls warm) gegen 19.30 Uhr. Es gibt sehr viel frischen Fisch, Gemüse und frisches Obst, was auch nach Obst schmeckt. Die Getränkepreise sind für die Malediven moderat: 1 1/2 l Wasser 3 US$, Bier 2,80 US$, Cola o.ä. 1,70 US$. Möglichst in bar zu bezahlen.

Tee und Kaffee gibt es frühmorgens vor dem ersten Dive, nach jeder Mahlzeit und um 16.00 Uhr zur Tea-time gratis.

Und vergesst nicht ein wirksames Sonnenschutzmittel, da man auf dem Oberdeck herrlich relaxen kann!

Viel Spaß wünschen dann herzlichst

Roland und Beata.

 


Reisebericht Catfish und Filitheyo, September 2002

Da einige von Euch schon ungeduldig auf meinen Reisebericht warten, werde ich mich jetzt mal an die Arbeit machen, zumal es die Catfish wirklich verdient, dass über sie berichtet wird! Als wir am 6. September in Male ankamen, wurden wir auch schon direkt von Käpt`n Hamid, Richard dem Tauchguide und einigen Crewmitgliedern abgeholt und zur Catfish verfrachtet, die etwas abseits des Flughafens in einer Lagune „geparkt“ war. Wir hatten wirklich endlos Glück, denn außer uns 2 Tauchern waren nur noch 2 Schnorchler mit an Bord, so dass diese Woche den Charakter einer Privatsafari hatte. Die Catfish ist für maximal 10 Passagiere ausgelegt, ich denke mir aber, dass es dann etwas beengt zugeht. Wir allerdings hatten für unser Gepäck eine extra Kabine, was wir als sehr luxuriös empfunden haben. Die Kabinen selber sind zwar klein, haben aber jede eine extra Nasszelle und reichen meiner Meinung nach zum schlafen vollkommen aus. Der „Roomboy“ sorgt für Sauberkeit und für ein gemachtes Bett. Die siebenköpfige Crew hat uns jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Die Catfish hat 2 Sonnendecks, auf denen es sich herrlich faulenzen lässt. Das Essen wurde achtern an einem großen ovalen Tisch serviert und verdient besondere Erwähnung. Es ist schon erstaunlich, was der Koch so alles aus dieser winzigen Kombüse rausgezaubert hat! Äußerst schmackhaft und immer viel zu viel, hatten wir schon bald die Befürchtung, nicht mehr in unser Neopren zu passen... Besonders aufgekocht wurde aber anläßlich des Barbecues auf einer unbewohnten Insel, wobei sich die Jungs wirklich selbst übertroffen haben. Kann man nicht beschreiben, muß man erlebt haben!

Die Catfish wird von einem Tauchdhoni begleitet, auf der man ganz bequem sein Gerödel lassen kann. Da wir die einzigen Taucher waren, hatten wir wirklich seeehr viel Platz auf dem Dhoni und waren auch fast immer ganz alleine an den Tauchplätzen. Am ersten Tag fuhren wir Richtung Norden nach Eriyadu, wo wir zur Eingewöhnung am Hausriff unseren ersten Tauchgang machten. Abends haben wir dann zusammen mit dem Kapitän und dem Diveguide unsere weitere Route besprochen. Dabei wurden unsere Wünsche berücksichtigt, wollten wir doch sooo gerne noch mal ins Rasdhoo-Atoll zu den Hammerhaien und dann weiter ins Ari-Atoll. Gesagt, getan! Wir hatten wirklich einen „hammermäßigen“ Tauchgang am Rasdhoo Madivaru, haben am Maya Tila die grauen Riffhaie gesehen und auch sonst eigentlich nur äußerst geniale Tauchgänge erlebt. Die Krönung war allerdings die Schnorchelaktion mit den Mantas! Kapitän Hamid hatte wohl irgendwie mitgekriegt, dass wir wirklich gerne mal wieder Mantas sehen würden. Also sagte er: „You want Mantas? You get them!” und schipperte los. Wie versprochen fanden wir die Mantas fressenderweise in einem Atollring und hatten stundenlang Gelegenheit mit ihnen zu schnorcheln. Als ob das der Freude noch nicht genug sei, war da plötzlich auch noch eine Delphinfamilie, die neugierig um uns herumschwamm. Ich hab noch nie erlebt, dass man sich entscheiden muss, was man jetzt anschauen soll, die Mantas oder die Delphine... unbeschreiblich!!! Eigentlich stand die ganze Woche unter dem Motto: „Malediven- volle Pulle!!!“ Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass die Crew der Catfish wirklich alles getan hat, um diese Safari für uns einfach unvergesslich werden zu lassen. Leider ging auch diese Woche wieder viel zu schnell vorbei und es hieß Abschied nehmen von der Catfish.

Anschließend haben wir dann noch 2 Wochen auf Filitheyo verbracht, wobei eigentlich über die Insel schon alles in anderen Reiseberichten geschrieben wurde. Das Essen dort ist wirklich Weltklasse, die Bungis traumhaft schön und der Erholungsfaktor groß! Ergänzend sei vielleicht noch anzumerken, dass man das Autan auf keinen Fall vergessen sollte, da die Mückenplage dort wirklich ganz immens ist. Außerdem sollte man an die Taucherlebnisse keine allzu großen Ansprüche stellen, denn der vollmundig in der Werbung von Werner Lau angekündigte „Großfisch satt“ war wohl gerade wieder mal im Urlaub... Glücklicherweise konnten wir von unseren Erlebnissen der vorangegangenen Woche zehren und uns gelegentlich über einen kleinen Weißspitzen-Riffhai oder einen Napoleon freuen! Im Vergleich mit den 5 anderen Inseln, auf denen wir bisher gewesen sind, schneidet Fili taucherisch leider sehr schlecht ab. Die gewohnten gemütlichen Drift-Dives kann man hier vergessen. Ewiges gegen die Strömung ackern und an „tote“ Korallen klammern hat uns dann nach einiger Zeit dazu bewogen, die Bootsausfahrten einzustellen und am Hausriff zu tauchen, welches wirklich sehr schön ist. Kann ja nicht angehen, dass die Hausriffschnorchler mehr gesehen haben als die Taucher... sogar ein Walhai wurde am Hausriff gesehen, allerdings leider nicht von uns L !!!

Abschließend möchte ich sagen, dass Fili für Makrofotografen, Schwarmfischfans, Schnorchler und Ruhesuchende genau die richtige Insel ist. Haifans und Großfischliebhaber, die den gewissen „Kick“ beim Tauchen suchen, sollten dann doch lieber ins Ari-Atoll oder ins Nord-/Süd-Male-Atoll fahren!

Schöne Tauchergrüße von

Uli & Walter

 


 

Hallo ,

nachdem die Rufe nach Reiseberichten über die Catfish nicht verstummen, werde ich mich nun hinsetzten und doch noch einen Reisebericht schreiben. Auch wenn die Reise (14.2.02-1.3.02)ja schon einige Wochen zurück liegt.

Um eins bereits vorne weg zu sagen, es wird kein reines Loblied, obwohl es alles in allem ein absoluter Traum war, der bei unserem dritten Besuch auf den Malediven in Erfüllung gegangen ist.

Wir sind am 14. Februar nach einem 5 Stündigen Aufenthalt am Münchner Flughafen mit der Condor nonstop nach Male geflogen.Nach dem Flug waren sich 300 Fluggäste einig: Nie wieder Condor!! Nachdem sich der Start um schlappe 1,5 Stunden verschoben hat, hat die Crew doch tatsächlich nochmal zwei Stunden gebraucht um die ersten Getränke zu servieren. Und wehe man hat sich nach den 3,5 Stunden im Flieger erdreistet zwei oder gar mehr Getränke zu bestellen. Aber es soll ja nicht um den Flug gehen.

Trotz des verspäteten Abflugs, sind wir pünktlich um 8:50 in Male gelandet. Am Flughafen ging alles wie gewohnt zügig und geordnet von statten. Am Schalter von aaa Travel erwartete uns bereits der Kapitän der Catfish. Wir mußten dann noch ca. 15 Minuten warten, bis wir mit dem Tauchdoni nun auch in Begleitung von Moosa (dem Tauchguid) zur Catfish fahren konnten.

Auf den letzten 5 Minuten Donifahrt an Male vorbei begann es bereits leicht zu regnen, was sich innerhalb von 20 Minuten zu einem heftigen Dauerregen bis Mitternacht entwickeln sollte. Auf dem Schiff angekommen erhielten wir von Moosa eine kurze Einweisung und bezogen unsere Kabinen.

Die Kabinen 1 bis 4 sind für 2 Personen unbedenklich, die Kabinen 5 und 6 sind wohl eher Einzelkabinen. Die Kabine 5 wird aber ohnehin von Moosa bewohnt. Wir haben die Kabine 1 bezogen. Neben dem Bett gab es noch einen Schrank, einen Lüfter und eine Naßzelle. Leider fehle es an Ablagen. Dort wo diese gut Platz gefunden hätten, hing ein schöner Kalender mit Bildern der Malediven.

In der Naßzelle gibt es ein Waschbecken, ein Duschschlauch und eine Toilette. Leider neigt sich in Kabine 1 der Boden zum Heck hin, und der Abluß liegt praktisch an der höchsten Stelle im Boden, so dass nach dem Duchen immer ca. 1-1,5 cm Wasser in der Nasszelle stehen. Bei dem Dauerregen stellte sich auch heraus, dass das Schiff nicht ganz dicht ist. Als wir um ca. 10:00 Uhr schlafen gehen wollten fanden wir einen riesigen Wasserfleck mitten auf der Matratze.

Die Crew rund um den genialen Roomboy und Kellner regelte das aber binnen Minuten. ( Matratze gewechselt, Bett neu bezogen, und Leck abgedichtet ) Wir (9 Taucher) hatten durch den Regen reichlich Gelegenheit uns im regengeschützen Heck des Schiffes bereits etwas näher kennen zu lernen. Moosa erzählte nach dem Bezug der Kabinen kurz etwas über die Rute, und nahm praktisch alle Hoffnung auf Mantas, Walhaie und Hammerhaie. Die Rute hat er festgelegt, obwohl wir alle zum Ausdruck gebracht hatten, das wir es primär auf diese drei Fische abgesehen hatten.

Also eine Einflußnahme auf die Rute sollte man sich abschminken. Im Nachhinein hatten wir alle den Eindruck, die Route führte entlang der Inseln, auf denen die Crew Familie hatte, und auf der kostenpflichtige Folkloge (sollte mam sich sparen)angeboten wurde. Ein kleiner bitterer Beigeschmack.

Achtung! Beim Shopping auf der einheimischen Insel nicht in dem Laden kaufen, den Moosa empfiehlt. Der ist zu teuer. Am Samstag strahlte dann die Sonne, und der indische Ozean hatte sich total beruhigt. Wir fuhren also los, und der erste Tauchgang führte uns nach Ghuli an ein Wrack 28-34m tief mit etwas Strömung. Ob das der ideale Platz für den Checkdive bzw. Gewöhnungstauchgang ist wage ich stark zu bezweifeln. Zumal zwei Taucher gerademal 17 Tauchgänge mit einem Jahr Pause im Logbuch hatten. Aber es ist alles gut gegangen, und der Traum nahm seinen Lauf. Wir sind drei mal am Tag getaucht. Einen Tag gab es sogar 4 Tauchgänge, weil einige Nachttauchfans sich durchsetzten konnten. Ein Tauchplatz war schöner als der andere, obwohl bei 3 oder 4 Plätzen die Fische wohl gerade einen Generalstreik ausgerufen hatten. Null Fisch, und Moosa war das sichtlich peinlich. Muß es aber nicht. Ein Highlight war sicher das Barbeque auf einer unbewohnten Insel. Man sollte sich aber nicht die Illusion nehmen, und tagsüber die Insel besuchen.

Nach einer etwas schaukligen Überfahrt konnten wir uns sogar gegen die Zeitplanung von Moosa durchsetzen, und erst einmal mit einem Bad den Magen beruhigen, bevor es wieder tauchen ging. Das Essen auf dem Schiff ist erste Sahne, und es gibt so viel nach, wie man essen kann. Mittags gibt es Fisch oder Huhn, und abends das andere. Nur an einem Abend gab es Rind. Dazu gibts immer Salat, Gemüse und Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Was der Smutje aus der Kombüse raus schafft ist absolut genial. Die Besatzung des Tauchdonis war nicht zu beneiden. Alle drei Stunden mußten wieder 10 volle Flachen zur Verfügung stehen. Der Service an Bord der Catfish und des Tauchdonis war vorbildlich und echt in keinster Weise zu beanstanden.

Am Donnerstag hatten wir dann die Gelegenheit Male zu besichtigen. Das sollte man auch tun. Es ist schon witzig zu sehen, wieviele Taxen es auf einer Insel gibt, die man bequem innerhalb von 20 Minuten zu Fuß durchqueren kann. Am Freitag Morgen ging es dann zurück zum Flughafen. Für einige hieß es Abschied nehmen, und für einige ging es weiter auf eine Insel. Leider war Moosa am Fluhafen angekommen auf einmal verschwunden, so das wir uns nicht mal mehr verabschieden konnten. Dafür hat dich aber der Kapitän zu uns gesetzt, als wir auf die Weiterfahrt nach Eriyadu gewartet haben. Allgemein seilte sich Moosa viel ab, und verschwand auf einer einheimischen Insel bei der wir vor Anker lagen, oder eben am Fluhafen, ohne etwas zu sagen. Aber er ist Tauchguide und nicht das Kindermädchen, oder?

Trotzdem waren wir alle 9 und sind wir zwei immernoch der Meinung, das die Tage von Moosa gezählt sind. Man merkt doch, das er alt wird, und schon so einiges erlebt hat. Wir waren dann noch eine Woche auf Eriyadu, sind dort aber nur noch 4 mal am Hausriff getaucht. Über Eriyadu gibt es ja einige Berichte und nicht viel Spektakuläres zu berichten.

Es reicht ein Wort: GENIAL

Auf den Werner Lau Basen sollte man sich mal Gedanken über die 10% Regel machen, die offensichtlich von Basis zu Basis unterschiedlich gehandhabt wird, und somit praktisch nie gewährt wird. Jedenfalls kam es uns auch nach Rücksprache mit einigen anderen Tauchern so vor. Am Freitag dem 1.März ging es dann wieder zurück, und die Condor Crew machte alles wieder gut, was die Hinflugbesatzung verdorben hatte. Wir waren pünktlich zu Hause und super Zufrieden. Wir haben natürlich noch viele Eindrücke, die den Rahmen hier wohl sprengen würden. Wer möchte kann uns ja eine eMail an cmcchef@modellsport.com senden.

Bilder von unserem Urlaub gibts übrigens hier zu sehen:

www.modellsport.com/malediven

Mit freundlichen Grüßen

Christian und Sandra