Baros Reiseberichte

Reisebericht Baros 17.05.15 – 02.06.15

Da ich bereits 2014 einen ausführlichen Reisebericht verfasst habe, gehe ich hier nur auf Neuerungen/Veränderungen ein.

Personal
„Jimmy“ Assistant Manager hat die Insel verlassen.
Neu: Svenja aus Deutschland,Marketing Manager
neuer Koch aus Deutschland
Anja Villa Host aus Süd-Tirol

Restaurants Das Hauptrestaurant Lime wurde im Buffetbereich neu gestaltet,nun klimatisiert und zu den beiden Restaurantbereichen mit Automatikglastüren versehen. Die „egg-station“ wurde separiert und hinter den Buffetbereich verlegt.
Das schon sehr gute Essen wurde noch einmal getoppt,was sich insbesondere beim Frühstück bemerkbar machte,größere Auswahl, besonders beim Käse !

Neuer Pool
Auf Stelzen in die Lagune gebaut im Anschluß an das Lime-Deck,architektonisch sehr gut gelöst,abends stimmige Beleuchtung.Benutzt haben wir den aber nur,um neue Maske/Schnorchel auszuprobieren.

Bemerkungen am Rande
Unseren Wunsch-Bungalow haben wir tatsächlich erhalten,auch der erbetene Kompressor-Kühlschrank war vorhanden,gefüllt mit dem Lieblingsbier vom vorigen Jahr,zudem waren wieder 2 zusätzliche Liegestühle mit Tisch im Garten aufgestellt,toll,was sich die Mannschaft alles gemerkt hat! Mit Anja als Villa-host haben wir eine kompetente junge Frau gehabt,die sich rührend gekümmert hat.

Fazit
Baros hat das schon sehr gute Niveau noch einmal verbessert,Hut ab ! Ein Fall für Wiederholung.

Fotos gibt es demnächst hier: http://www.mathilde-beck.magix.net/

Reisebericht Baros vom 14. Juli 2014 – 21. Juli 2014

Anreise von Athuruga mit dem Wasserflieger nach Male. (Wir waren nun zu sechst da unser Sohn mit seiner Begleitung nur 9 Tage Athuruga gebucht hatte und schon auf der Heimreise war).

In Male wurden wir bereits von einem Mitarbeiter von Baros erwartet und zum Speedboot gebracht. Transfer zur Insel dauerte ca. 25 Minuten. Baros ist ungefähr 16 km von Male entfernt und von der Insel aus gut zu sehen.

Wir wurden auf Baros herzlich empfangen und es wurden kühle Tücher und ein Glas Champagner gereicht. Simah unser Gästebetreuer stellte sich sogleich vor (halb Malediver, halb Deutscher) und führte uns durch die Insel.

Insel

Erster Eindruck: Wow! Wunderschöne Insel, sehr üppig bewachsen mit vielen hohen Palmen, Bananenstauden, verschiedene Arten von tropischen Bäumen, Blumen und Büschen. Herrliche Bepflanzung und alles sehr gepflegt. Wir waren begeistert! Strand ebenfalls schön aber mit Bunen bestückt und es gibt Strandabschnitte, an denen ich aufgrund der starken Unterspülung des Strands und der Lage nicht wohnen möchte z.B. beim Hafen bei der Tauchschule. Wellenbrecher sind ebenfalls vorhanden was manche stören könnte.

Deluxe-Villen (günstigste Kategorie)

Da wir 6 Personen waren, haben wir vorgängig ein Email an die Insel geschrieben mit dem Wunsch unsere drei Deluxe-Villen im Bereich 106 bis 111 zu bekommen. Wie schon auf Athuruga wurde uns auch hier unser Bungalowwunsch erfüllt und wir bekamen die Villen 107, 108 und 109. Wir freuten uns riesig über den aufmerksamen Service der Insel!

Unsere 3 Villen sind wirklich schön gelegen und gut versteckt hinter Bäumen und Palmen. Zum Strand sind es nur ein paar Schritte wo zwei Liegen mit Sonnenschirm bereit stehen. Einer der besten Strandabschnitte wie wir finden. Angsana Ihuru und Banyan Tree sind in Sichtweite.

Es gibt 24 Deluxe Villen, die 89m2 gross sind.

Die Villen sind in Naturtönen gehalten und mit hochwertigen Materialien luxuriös und sehr geschmackvoll ausgestattet. Sehr bequemes 2m x 2m Bett, gut positionierte und leise Klimaanlage, Sofa, gratis I-Net, TV und Soundsystem, sowie Nespresso Maschine. Alles ist extrem gepflegt und sauber. Wir haben uns sofort wohl gefühlt. Hervorzuheben ist das fantastische Bad, komplett outdoor, mit grosser Badewanne und wunderschönem tropischem Garten, Duschen unter freiem Himmel, einfach toll. Shampoo, Conditioner, Showergel sowie Body Lotion stehen bereit. Hübsche Terrasse, ausgestattet mit 2 bequemen Stühlen und Tischchen sowie einem Liegesofa. Klein und gemütlich. Die Bungalows sind ein wenig dunkel, weil sehr gut in die üppige Vegetation integriert. Allerdings stehen die Villen ziemlich nah aneinander was je nach Nachbarn unangenehm sein könnte….

Wenn man Extrawünsche hat, wie zum Beispiel zusätzlich eine Flasche Wasser am Tag oder mehr Nespresso Kapseln. Alles kein Problem, wird sofort geliefert, natürlich ohne Aufpreis. Super Service.

Gastronomie

Das Hauptrestaurant Lime ist zur Zeit wegen Umbau geschlossen. Die Baustelle ist abgeschirmt, eine Augenweide ist sie aber trotzdem nicht. Wir haben gesehen, dass in diesem Bereich auch ein Pool gebaut wird… Lärmbelästigung haben wir jedoch nicht bemerkt.

Wir haben wie üblich HP gebucht und waren damit sehr zufrieden. Das Restaurant Cayenne wurde zum Hauptrestaurant umfunktioniert. Gegessen hat man auf der schönen und stimmigen Terrasse über dem Meer.

Das Frühstück war sehr umfangreich und gut. Zu meiner Freude gab’s auch eine grosse Käseauswahl, die ich auf Athuruga vermisst hatte.

Abendessen:

Man konnte entweder ans Vorspeisenbuffet gehen und die Hauptspeise sowie das Dessert aus der Karte bestellen oder das gesamte Menu à la carte ordern. Die Speisen waren sehr fein und qualitativ hervorragend. Obwohl das Personal sehr freundlich und beflissen war einem jeden Wunsch zu erfüllen, fand ich die Atmosphäre im Restaurant in Athuruga persönlicher und entspannter. Hat wahrscheinlich damit zu tun, dass man in Baros nie den gleichen Kellner hatte… Zweimal pro Woche gab’s Buffet (Asian, Maldivian) im Palmengarten. Sehr romantisches und stimmungsvolles Ambiente im Kerzenschein unter Palmen zu essen. Die Maldivian Night fanden wir besonders schön, sehr feine und schön scharfe Currys.

Lighthouse:

Direkt in die Lagune gebaut. Das Essen dort hat Sterneniveau, das Lobster Bisque und Wagyu-Beef ein Traum! Gespeist wird auf der Terrasse über dem Meer bei Livemusik und auch hier tummelten sich nach Sonnenuntergang Schwarzspitzenriffhaie und ein Ammenhai.

Neben den Restaurants gibt es auch zwei Bars, die Sails-Bar und die Lighthouse-Lounge, dort bekamen wir die besten Cocktails ever….!

Hausriff

Wunderbar! Es hat zwar nicht so viele verschiedene und intakte Korallen wie auf Athuruga, die Fischvielfalt fanden wir aber grossartig. Unglaublich viele ausgewachsene Schwarzspitzenriffhaie sind am HR anzutreffen. Manchmal umkreisten uns zwei bis drei dieser Burschen und sorgten für regelmässige Adrenalinschübe meinerseits. Auch die Häufigkeit der Octopusse war einmalig, so wurde von uns sogar eine Paarung beobachtet… Ein Highlight waren auch die zutraulichen Fledermausfische, welche uns beim kleinen Wrack schon erwarteten. Beim Durchgang zwischen den Wellenbrechern versteckte sich regelmässig eine riesige und sehr beeindruckende Makrele (Gigant Trevally). Wir sichteten ausserdem Adlerrochen, Ammenhaie, Weisspitzenriffhaie, Muränen, Schildkröten, das übliche Kleinzeugs und verschiedene Fisch-Schwärme.

Tauchbasis „Divers Baros-Maldives“ wurde von unserer tauchenden Jungmannschaft ebenfalls sehr gelobt.

Spa

Schön gelegen in tropischer Natur. Massagen sehr gut, aber auch sehr hohe Preise. Wir haben dreimal die Balinese Massage gewählt. 90 Min. mit allen Servicechargen kommt eine solche Behandlung auf 215 Dollar pro Person.

Gästestruktur

Eine gute Mischung aus Europäern, sowie einige Asiaten.

Sonstiges

Da die Insel so üppig bewachsen ist, ist es nicht verwunderlich, dass viel Getier vorhanden ist, wie z.B. Kakerlaken in unserem Bad. Einmal abends, als wir gemütlich auf unserer Terrasse den schönen Abend geniessen wollten, landete ein solches Vieh, welches auch noch riesige Ausmasse hatte, ausgerechnet auf meinem Rücken und krallte sich fest….. phuu!!!

Zwei Tage später entdeckten wir auf unserem Terrassenvorsprung, genau über unseren Köpfen, eine Handtellergrosse Spinne, welche auf ihrem Kokon sass! Also das war ganz schön gruselig! Die wurde dann vom herbeigerufenen Personal in aller Sänfte entfernt!

Wetter

Nachts zweimal Regengüsse ansonsten traumhaftes Wetter. Sehr heiss und schwül auf unserer (windabgewandten) Inselseite.

Fazit

Wunderschöne Insel mit herrlicher Bepflanzung, alles extrem gepflegt, tolles Hausriff, sehr zuvorkommender Service, geschmackvoll eingerichtete Bungalows, welche sehr schön in die Natur integriert wurden. Wir fühlten uns sehr wohl auf Baros. Eventuell stört es manche, dass die Insel mit Wellenbrechern bestückt ist und dass Male sowie der Airport Hulule von Baros aus gut zu sehen sind, könnte das Robinsonfeeling etwas beeinträchtigen. Das sollte man vorher wissen. Ansonsten können wir die Insel uneingeschränkt weiterempfehlen. Wir würden wiederkommen!

Reisebericht Baros

Üblicherweise vergeht die Zeit vor jedem Urlaub sehr langsam. Diesmal hätte ich noch mindestens einen Tag später abfliegen müssen um die Restarbeit zu erledigen zu können. So hatte ich vor dem Tag der Abreise bis 3:00 Uhr nachts gearbeitet und war gezwungen, um 5:00 Uhr wieder aufstehen, um die letzten e-mails bis zum Abflug am gleichen Tag "raushauen" zu können. Das wurde von meiner Frau natürlich, insbesondere angesichts dessen, dass sich mein Beitrag zum Packen der Koffer und den sonstigen Vorbereitungen auf "weiß nich'", "ist egal" und "wie Du meinst" beschränkte, mit der angemessenen Begeisterung honoriert, sprich, ich musste gelegentlich das A-Wort schlucken. All das drohte natürlich meine geheime Mission in diesem Urlaub, meine Frau auf die Malediven anzufixen, zu unterminieren.

Schon mit dem Flug (Emirates Eco über Dubai), auf dem überdurchschnittliches Essen angeboten wurde, die Beinfreiheit akzeptabel war und der service sehr freundlich, kam aber erste Vorfreude auf.

Insel

Sehr dicht bewachsen und mit dichter, wunderschöner Vegetation. Die Lage der Gebäude wurde sehr gut geplant. Optisch stören mögen manche die Wellenbrecher. Dazu aber weiter unten mehr.

Hausriff

Sehr gut! Das Haiaufkommen in der Lagune ist unglaublich, kleine bis mittelgroße Haie umschwimmen die Inseln so zahlreich, dass man nach erster anfänglicher Aufregung und des gegenseitigen Zurufens bei jeder Sichtung in den ersten Tagen gegen Ende des Urlaubs hin nur noch milde, aber zufrieden lächelt, wenn die Jungs vorbeischwimmen.

Es gibt erstaunlich viele, sogar mitunter ziemlich große intakte Korallen und es sprießen zahlreiche neue Korallen, insbesondere an den Wellenbrechern, die unter Wasser in einigen Jahren wie ein vorgelagertes Riff aussehen mögen. Zwischen den Wellenbrechern gibt es in regelmäßigen Abständen schmale Einstige zum relativ mäßig steil abfallenden drop off. Das sorgt für gelegentliche Adrenalinschübe - uns ist einige Male die stationäre und stattliche Großaugenmakrele (zweiter Eingang rechts wenn man von hinten auf die Wasserbungis blickt) beim Durchschwimmen des Eingangs vor die Maske geschwommen, einmal sogar ein relativ ausgewachsener Riffhai. Der beste Riffabschnitt befindet sich von ebenda bis zum Limehouse (bis zu der Tischkoralle, unter der die zwei ausgewachsenen Harlekinsüßlippen ihrem Tagesgeschäft - namentlich dem stumpfen regungslos im Wasser Stehen - nachgehen).

Abgesehen von Mantas und Walhaien haben wir einen großen Querschnitt von allem gesehen, was im indischen Ozean Rang und Namen hat. Die Dichte der Fischschwärme kam mir auf Embudhu noch größer vor; es ist aber schon ziemlich lange her, dass ich dort war.

Das schönste Schnorcherlebnis war definitiv die Interaktion mit einem Oktopus, über dem ich in der Morgendämmerung mindestens eine halbe Stunde geschwebt bin. Die Färbung änderte sich über diesen Zeitraum hinweg von tiefdunklen, mit Rückzug verbundenen Farbtönen zu hellen bis nahezu weißen Farbtönen, die mit einem vorsichtigen Ausstrecken der Tentakel und dem Berühren meines Armes verbunden war.

Unterkunft

Wir haben uns mit Ausnahme der Baros Residence jeweils jede Kategorie angesehen. Die Deluxe Bungalows (einfachste Kategorie) sind nach unserem Empfinden deutlich besser als die (etwas besser möblierten) Baros Villas, da die erstgenannten über eine wesentlich größere Außendusche verfügen, die einfach ein Traum ist. Inmitten unglaublich schöner und dichter Vegetation duschen zu können, ist spektakulär.

Die Wasservillen sind am besten möbliert; so man auf einen "eigenen" Strandabschnitt verzichten will und das generelle Konzept "Wasservilla" mag, kann man bedenkenlos eine solche wählen.

Die besten Deluxe Bungies sind des schönsten Strand- und Riffabschnittes wegen die Nummern 107-109.

SPA

Sehr schön, sehr nett, sehr gute Massagen. Wir hatten 90 min hot stones und "Thai Luxury irgendwas" gewählt. Auf dem SPA Menü sind oftmals Angebote mit 30 min open bath und steam bath sowie 60 min Massage enthalten. Dies sollte man u.E. nicht wählen sondern anstelle dessen lieber 90 min Massage, da man ohnehin ein offenes Bad im eigenen Bungalow hat und ein Dampfbad in den Tropen sicherlich grenzwertig ist.

Essen

Ausgezeichnet. Die Maldivian Night ist sehr gut. Man sollte alle drei Restaurants (Lime, Cayenne Grill & Lighthouse) ausprobieren.

Staff

Sehr freundlich und stellenweise wirklich coole Jungs im besten Sinne. Beim Frühstück sowie beim Dinner im Lighthouse bedienen Frauen (ich weiß jetzt auch nicht, warum ich diese Information unbedingt weitergeben wollte - na gut, ich weiß es doch - die sahen ziemlich gut aus).

Publikum

Vorwiegend aus den UK; laut Staff ist das aber saisonal unterschiedlich und im Mai eben typisch. Der Kontakt beschränkte sich auf ein gelegentliches "Hi" mit Ausnahme einiger launiger UK-typischer Kommentare. So wurde beispielsweise einem Lagunenschnorchler, der sich seines Schwimmens inmitten einer Rotte von sage und schreibe 9 mittelgroßen black tips nicht bewusst war, von sich gegenseitig "we use him as bait" versichernden fotografierwilligen Inselumrundungspaziergängern "act like a shrimp!" zugerufen

An der Bar war im Prinzip kaum ein Mensch, mit Ausnahme eines stationären Iren, der stets recht siegesgewiss blickte und dessen gewaltiger Bauch bereits mit der Theke verwachsen zu sein schien. Unserer Theorie zufolge plante er insgeheim die Erlangung der Weltherrschaft, zumindest aber der temporären Herrschaft über die Insel während der Vernichtung eines Großteils der Biervorräte von Baros.

Fazit

Laid back luxus, der sehr entspannt und unprätentiös präsentiert und vermittelt wird. Die Insel war preiswert im eigentlichen Sinne. RB Cocoa folgt bei Gelegenheit. Nur soviel vorab: Ein Cocoa RB Schreiberling sagte, die Zeit auf Cocoa takte in Zeitlupe; nach Besuch beider Inseln kam es uns vor, als ob die Zeit auf Baros in Zeitlupe takte. Auf Cocoa stand sie nahezu still.

Reisebericht von Karin und Joachim, Baros: 11.04. bis 19.04.2008

Hallo zusammen,

jetzt sitze ich grad mal wieder vor meinem PC, höre Siddharta „wish you where here“ und schreibe – endlich – meinen Reisebericht. Es ist schon der achte, diesmal über Baros Island. Zum achten mal auf die Malediven, ja und es geht weiter ! ! ! ! !

Ein weiteres mal haben wir – Karin und ich – über Blue Ocean Travel gebucht, nach Anantara im letzten Jahr sollte es wieder eine neue Insel sein, da wir beide 40 sind, wollen wir bis an unser Lebensende alle Inseln gesehen haben, zugegeben ein anspruchsvolles Ziel, aber wenn es nur die Hälfte wird ist es auch schön. Soviel zu uns, jetzt aber zum wesentlichen, der Reise.

Im November 2007 ganze 7 Monate nach Anantara hat uns das Reise – nein, Maledivenfieber wieder gepackt und wir haben wieder mal Nächte vor dem PC verbracht um eine Insel zu suchen die uns beiden gefällt. Die war schnell gefunden, zugegeben nach Anantara waren unsere Ansprüche sehr hoch, jedoch hat uns Baros gleich gefallen, die Insel ist im Oktober 2007 nach Komplettumbau völlig neu eröffnet worden und hat uns von der Beschreibung und den Bildern sehr gut gefallen. Also E-Mail an Frau Hahn von Blue Ocean Travel geschrieben und angefragt, Frau Hahn hat – wie immer – sofort geantwortet und uns zwei Angebote zu unseren Budgetvorstellungen gemacht, einmal Anantara und die zweite Insel Baros im Nord-Male Atoll, also nichts wie nach Baros haben wir gesagt. Wieder einmal hat Frau Hahn das fast unmögliche möglich gemacht und uns eine Reise nach Baros zu unseren Wünschen zusammengestellt......... Jetzt fing das Warten und zählen der Tage an  120 Tage.... 90.... 62 .... 30........ 2 und  ENDLICH der 11.04.2008 es geht los.
Nichts von Routine zu spüren, immer noch die wahnsinnige Vorfreude aufs Paradies im Bauch fahren wir zum Terminal 1 am Münchener Flughafen, es ist Freitag und um 15:45 geht unsere Maschine der Emirates mit der wir nun auch schon zweimal geflogen sind, einchecken, die vorab im Internet reservierten Sitze bezogen und auf das Abheben gewartet, pünktlich um 15:45 ist es soweit wir sind auf dem Weg ins Paradies. Zu Emirates muss ich nichts mehr sagen, erstklassiger Service auch in der „Holzklasse“,  erstklassiges Essen, freundliches Personal, da beginnt der Urlaub schon im Flugzeug. Es geht via Dubai nach Male. 23:45 Ortszeit in Dubai angekommen, weiter zum Transferschalter, dort erfahren wir, daß der Anschlussflug nach Male überbucht ist und wir auf die nächste Maschine warten müssen, okay wir sind im Urlaub, trotz der Verzögerung von fast drei Stunden sind wir nicht böse, es ist schließlich Urlaub. Beim einchecken zum Flug nach Male dann die Überraschung – wir erhalten einen Gutschein über 400 Dirhan als „kleine“ Wiedergutmachung der Unannehmlichkeiten – toll ! ! !  Das gibt es wohl bei TUI, LTU oder anderen nicht, da bekommt man nicht mal eine Entschuldigung, hier werden wir in die Emirates Lounge auf einen Kaffee eingeladen und bekommen dazu noch die 400 Dirhan – da könnte sich so manche Deutsche Fluggesellschaft etwas abschauen.

Beim Anflug auf Male ist er pünktlich wieder da, der Frosch im Hals und die Tränen der Freude, wir sind beide am Fenster und genießen die Bilder, so unwirklich wie von einer kitschigen Postkarte, aber das was wir da draußen sehen ist Wirklichkeit ! wir können uns nicht satt sehen an diesem Anblick, alleine dafür lohnt es sich das ganze Jahr über hart zu arbeiten und viel Geld zu zahlen !!!! Jeder einzelne Euro ist richtig angelegt! 
Statt 7:40 wie ursprünglich geplant, kommen wir gegen 11 Uhr auf Hulule an, die Sonne scheint, wir steigen aus und da ist dieser völlig unverwechselbare Geruch und das Gefühl Zuhause zu sein, wir sehen uns beide an und denken das gleiche – Endlich wieder Zuhause ! Schnell sind die Einreiseformaltiäten erledigt, freundliche Menschen wohin man sieht, bis auf ein paar wenige, die es besonders eilig haben und sich vordrängen, wie beim einkaufen an der Kasse oder beim Parkplatzsuchen, man sieht die sind zum ersten mal im Paradies, die werden auch noch ruhiger ! Weiter geht’s zum Kofferband .... warten auf die Koffer ...... leider vergebliches Warten auf Karins Koffer ! Nach Auskunft des freundlichen Personals ist Karins Koffer auf dem Weg nach Colombo – Colombo, nein das ist jetzt aber ein Witz, oder ? Leider nein, Koffer weg ?! Tolle Wurst, die Stimmung ist auf dem Nullpunkt und ich bin auf 200, leider kein Einzelfall, durch die Überbuchung in Dubai wurden mehrere Koffer umgeleitet und sind nun auf dem Weg nach Colombo, also ins Büro des Flughafens und eine genaue Beschreibung des Koffers abgeben und hoffen, daß er nachgeliefert wird. Nach der ganzen Aufregung raus und zum Schalter von Baros, dort warten bereits die freundlichen Herren auf uns, kein Wort von wegen „wo bleibt ihr so lange“ nehmen sie unsere Daten auf und schon geht es mit dem Boot weiter auf Baros.

Ein wenig getrübt durch den Kofferverlust haben wir wenig Blicke für die überwältigende Schönheit der Natur und der Insel übrig. Auf Baros angekommen kümmert sich gleich die Reiseleiterin Karin um uns, sie sieht wohl daß wir beide geladen sind und geht mit einem lächeln auf uns zu um uns zu fragen was denn los sei. Als wir ihr unser Unglück erzählten und sie zu uns sagte, kein Problem, geht einfach in die Insel Boutique und holt euch was ihr braucht – Bikini, Sonnenmilch und was sonst noch benötigt wird – Rechnung geht aufs Haus !!! waren wir wieder besänftigt und der Urlaub fing dann doch noch an, wir bezogen unseren reservierten Bungalow Nr. 112 direkt am Strand, herrlicher Blick aufs Meer, phantastisches Open-Air Bad. Das entschädigt für alles!
Also nichts wie rein in die Badesachen und ab ins Meer, hmmmm dass haben wir so vermißt. Es ist schon 17:00 Uhr und wir genießen das warme Wasser so sehr, daß all die Anstrengung und der Ärger vergessen ist.  

Langsam machen wir uns fertig um zum Essen zu gehen . Es gibt auf der Insel drei Restaurants, das Lime, das Cayenne Grill und das  Lighthouse das direkt in der Lagune liegt und von dem aus man einen herrlichen Blick aufs Meer hat, neben den drei Restaurants gibt es auch zwei Bars, die Sails Bar und die Lighthouse Lounge. In allen Restaurants wird a la Card serviert, jedoch kann man auch eigene Wünsche äußern, hier wird alles erfüllt. Das Essen, egal in welchem Restaurant ist mit einfachen Worten als außergewöhnlich zu bezeichnen. Das Ambiente ist sehr ansprechend und man fühlt sich einfach zuhause, alle Wünsche werden einem von den Augen abgelesen. Die Preise sind Malediven typisch angemessen hoch, 1,5 l Flasche  Wasser 3 $, das Glas Wein 4,5 $. Die Verpflegung ist mit sicherlich 6 Sternen zu bewerten. Im Cayenne Grill sollte man vor reservieren, damit man auch einen Platz bekommt, dann wird man aber auch mehr als Entschädigt, hier kann man auch a la Card essen oder dem Koch einfach sagen was man will, er macht es !!! In der Lagune vor dem Cayenne Grill tummeln sich nach Sonnenuntergang immer ca. 3 – 4 Schwarzspitzenriffhaie von 50 cm bis zu 1,5 Metern Größe. Ein toller Ausblick.
Am nächsten Tag hat es dann am Vormittag geregnet, so daß wir erst mal einen Kaffee trinken gegangen sind, in der Sails Bar ist ein überdimensionales Segel aufgespannt, man fühlt sich wie auf einem Segelboot. Egal was man dort bestellt, man erhält immer eine Schale mit Snacks dazu.

Am Nachmittag zurück zum Strand, jeder Bungalow besitzt einen eigenen Strandabschnitt, der von den anderen Bungalows geschickt durch Grün getrennt ist, insgesamt sind vier Liegen und zwei Schirme pro Bungalow vorhanden zwei Liegen und ein Schirm am Strand und die anderen Liegen mit Schirm auf der Terrasse des Bungalows, im Bungalow ist auch alles da, vom Fernseher, Bose Stereoanlage, Klimaanlage, Deckenventilator, Safe, Bademäntel, Strandtücher, Handtücher, Duschgel, Zahnbürsten, Wasserkocher, Kaffeemaschine bis zu Kaffe, Milch, Zucker und Tee in vielen Sorten, natürlich alles kostenlos und zweimal am Tag aufgefüllt. Der Roomboy Rasheed hat einen tollen Job erledigt, jeden Tag zweimal das Zimmer hergerichtet und er war dabei völlig „unsichtbar“. Früh wenn wir vom Frühstück kamen, war das Zimmer bereits aufgeräumt und die Betten gemacht, Abends vom Essen heimkehrend war das Bett bereits aufgeschlagen, die Klimaanlage heruntergefahren und alles perfekt hergerichtet. Riesen Lob an den Service generell auf der Insel, alles läuft völlig perfekt ab und gibt keinerlei Anlaß zu Verbesserungswürdigkeit.

Das Wasser und der Strand läßt keine Wünsche offen, etwa 50 Meter vom Bungalow liegt das auf ca. 1.000 Meter erstreckte Hausriff, hier ist alles da was man erwartet, von Haien über alle Farben und Formen von Korallen und Fischen bis hin zu Rochen, Tintenfische, Muränen, Clownfische und einige Langusten ziehen auch ihre Bahnen, einfach toll diese Arten- und Farbvielfalt dort und das alles ohne großen Aufwand direkt vor der Haustür. Ich selbst habe dort ca. 70 Fotos gemacht.

Der Urlaub auf Baros ist einfach traumhaft, wenn man Abends nach Sonnenuntergang zurück in den Bungalow kommt und sich im Außenbad entweder in der Badewanne oder in einer der beiden Duschen entspannt und sich auf das Abendessen vorbereitet, dieses Gefühl hat man nur hier im Paradies, den Sternenhimmel von der Dusche aus zu sehen, mhhhhh... ich hab einige Tränen im Auge, wenn ich daran denke.

Ach ja, hätte ich fast vergessen, der Koffer der verloren gegangen ist, wurde am nächsten Morgen um 9 Uhr in unseren Bungalow gebracht ! mit einem netten Lächeln und einer Entschuldigung versehen! Auch das ist einzigartig und macht den hohen finanziellen Aufwand mehr als wett.

Aber wie alles schöne, hat auch das wieder ein viel zu frühes Ende und wir machen uns am 19.04 wieder auf den Heimweg, im Boot sitzend und mit Wehmut auf die wunderbare Insel zurückblickend verlassen wir Morgens um 8 Uhr die Insel und machen uns auf den Weg zum Flughafen auf Hulule.

Im Flugzeug blicken wir ein letztes mal auf das Paradies, bevor die Maschine Reisehöhe erreicht und wir uns immer weiter vom Paradies entfernen haben wir beide wieder einige Tränen im Auge und ein komisches Gefühl von „Heimweh“, aber wir kommen wieder, versprochen ! Wir zählen schon wieder die Tage .... 300.... 280......

Vielen Dank nochmals an Frau Hahn von Blue Ocean Travel, wir werden Sie weiter empfehlen und wieder mit Ihnen buchen ! !

Solltet ihr Fragen haben: joachim.linner at online.de