Shangri-La's Villingili Resort & Spa Reiseberichte

Shangri La Villingili

Wir haben eine Pool Villa gebucht, das ist die einfachste Kategorie auf der Insel: Ca. 130m² groß mit einem eigenen kleinen Pool vor der Hütte. Auf der Riffseite der Insel (Osten),dementsprechend auch ohne Sandstrand vor der Haustür. Also keine Möglichkeit aus, von der Villa aus direkt in´s Meer zu gehen. Wer das möchte muß eine Beach Villa buchen: Auf der Lagunenseite, aus 2 Gebäuden (Schlafraum & Wohnraum separat) bestehend ebenso mit eigenem Pool.

Anreise:
Statt der verspäteten angegebenen Abflugzeit unseres Air Berlin Flugs von 22,15h sind wir tatsächlich erst kurz vor Mitternacht in der Luft: Das pulverisiert natürlich schon gleich mal unser auf Kante genähtes Anreise-Arrangement. Egal: Die gebuchten XL-Sitze haben sich als sehr angenehm erwiesen und so sind wir ein paar Wimpernschläge später kurz vor dem Anflug auf Male aufgewacht. Landung, Einwanderung, Gepäck alles wie immer, am Ausgang wartet schon jemand mit dem Schildchen auf uns und entreißt mir sofort meinen Trolley. Herr Hodalump hat seinen Reiserucksack auf seinem hoch angebrachten Rücken in Sicherheit gebracht, auf keinen Fall möchte er zulassen das Ahmed mit ca. 1,60m Größe und geschätzten 50kg auch noch sein Gepäck trägt. Wir werden ein paar Meter weiter in den Domestic-Airport geleitet, kurze Eincheckformalitäten, dann Wiegen von Gepäck & Passagieren. Nachdem die Formalitäten erledigt sind werden wir in eine Lounge geführt, die sehr schick ausgestattet ist: Essen, Getränke, bequeme Sessel, Internet-Terminals, wunderbare Waschräume & Terrasse: Gut, so überstehen wir die zusätzliche Wartestunde auf alle Fälle. Pünktlich wird unser Inlandsflug nach GAN aufgerufen, durch die AirBerlin Verspätung bekommen wir nur den Flug über Kaadedhdhoo – dauert also länger als der geplante Direktflug . Der Inlandsflug ist wunderschön, durch die geringere Flughöhe sieht man ganz viele Inseln, jedoch mit deutlich weniger Lärm als beim Wasserflieger. Nach guten 1,5 h (wg. Zwischenstopp) ist das auch geschafft, endlich sind wir auf GAN. Es regnet dort - scheint wohl Regenzeit zu sein. Der Flughafen ist wirklich fast so wie Male früher, es ist alles für die Ankunft von internationalen Flügen vorbereitet aber nach dem Kurzfrist-Abenteuer von Condor auf Herathera landen dort zur Zeit wirklich nur die Maldivian Aero Maschinen.

Aus dem Flughafen raus erwartet uns schon die nächste Dame in den Shangri-La Farben Weiß und Türkis. Die Gästebetreuerin bringt uns zum Kleinbus, damit fahren wir ca. 5 Minuten bis zum Jetty, von dort aus sind es mit dem Speedboat ca. 10 min auf Villingili. Die Frage der Betreuerin ob wir Schwimmwesten möchten und die mindestens 3x angebrachte Entschuldigung über die etwas rauhere See lässt mich schon mal über die Gästestruktur nachdenken.....

Insel:
Angekommen auf der Insel werden wir fast vom Boot gehoben, sofort in einen Buggy verfrachtet, und düsen los zur Villa. Auf dem Weg bekommen wir schon mal einen ersten Überblick über die Insel. Der Check In wird von unserem Villa-Host direkt dort durchgeführt. Das Ganze geht sehr unkompliziert, dauert 3 Minuten und gut ist. Erst mal umschauen: Die Villa sieht sehr gut aus. SEHR GUT. Herr Hodalump bleibt still und erkundet alles. Der erste Kommentar ist der des angehenden Bauherren: "Die Waschbecken gehen noch bei mir ins Gepäck, kannst Du die Rainshower einpacken? Tatsächlich ist alles so wie in Schöner Wohnen, ZEN Ausgabe. Sehr edle Materialien, für die Malediven super hochwertig verarbeitet, alles top gepflegt. Das ganze raffiniertest beleuchtet, ich habe sie nie gezählt aber ich glaube wir haben locker 30 Lichtquellen im Zimmer. Herr Hodalump addiert im Geiste noch die Pool-& Gartenlampen dazu. Eine geniale Klimaanlage, effizient, nahezu zugfrei und relativ leise. Ein Riesenbett, tolle Matratze. Herr Hodalump ist beeindruckt, erwischt aber bald das Pillow-Menü und kann sich ein paar Scherze dazu nicht verkneifen. Zu der sehr ausgiebigen Mini-und Hausbar und der dazugehörigen schamlosen Preisliste fällt keinem was ein, bei der Inspektion der kostenfreien Nespresso und Teeauswahl lächelt Frau Hodalump schon wieder erfreut. Die Begrüßungsflasche Roederer ist noch so richtig schön eisgekühlt - das muss man ausnutzen und so wird diese umgehend geköpft. Frau Hodalump fräst sich wie immer erst mal durch die Infos - Es gibt ein ausgiebiges Tagesprogramm das Schnorchelausflüge, Fitness-Stunden, Landausflüge etc. anbietet. Jeden Tag sind 1-2 Programmpunkte kostenfrei. Das Spa-Menü ist äußerst vielfältig, die Preise schon stolz: 1h Thai Massage 135 $. Nach kurzer Zeit ist ausgepackt, jetzt machen wir uns erst mal auf die Insel zu entdecken.

Wir haben zuerst eine Villa mit niedriger Nummer angeboten bekommen, diese war super alleine gelegen aber mal richtig weit weg von allem. Wir haben dann lieber eine Villa mit Nachbarn in Sichtweite genommen (Das Grün dazwischen ist schon fast dicht, aber nur fast) die aber näher am "Zentrum" der Insel lag: Javuu Restaurant, Endheri Poolbar, Manzaru Sunset Bar & Rezeption & das "Village": Die Ansammlung aus Health Club mit Dampfband/Sauna/Whirlpool (da musste sogar Frau Hodalump den Kopf schütteln - wer braucht DAS denn auf den Malediven?) Friseur und Schönheitssalon, Shops, Dive Center (mit eigenem tiefen Ausbildungspool), Eco Center und Spiel-Saloon mit Snooker, Pool-Billard, Playstation & 2 Flippern. Zur Villa gehören 2 Räder, unsere mussten erst mal getauscht werden da platt & Kette ab, nach 20 Minuten waren die nächsten da - gut, die Bremsen so wirksam als wollte man eine Dampflok mit einem Bindfaden-Lasso zum stehen bringen, aber sonst fahrbereit. Wir sind dann gleich auf dieselbigen gestiegen und haben eine Inselrundfahrt gemacht: Diese Insel ist WIRKLICH groß.

Es gibt 3 große Bereiche: Palm Breeze (Landvillen Osten), Whispering Palms (Wasservillen Norden nähe Hausriff) & Serenity Bay (Wasservillen Süd-Osten). Sollte man vor der Buchung echt im Kopf haben, entweder man mag gern dass man für alle Strecken einen Buggy bestellt, oder man ist eben gut unterwegs zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Auch die Wahl der Behausung sollte man sich auf Villingili schon überlegen: Wer gerne schorchelt ist z.B. in Bereich Whispering Palms gut aufgehoben, da kann man direkt ans Hausriff raus. Von unserer Villa waren das knapp 10 Minuten mit dem Rad. Mittags im Shorty dann schon mal ein sehr sinnliches Erlebnis. 5 Minuten zum Spa-Dorf "CHI". Durch den wirklich regen Buggy-Verkehr (da sind so maldivianische Möchtegern Jens-Knopf Verschnitte unterwegs) sind die Hauptwege wirklich nicht sonderlich barfußfreundlich, man kann schon laufen aber ab und zu lauert halt wirklich ein spitzer Stein. Mit den Rädern geht barfuß super, auf den großen Wegen radelt man und der Rest ist absolut schuhfrei machbar. Herr Hodalump liest auch in der Info und zieht beim Dresscode "casual attitude" die Brauen hoch: Ob er da mit 3/4 Leinenhose und ohne Schuhe willkommen ist? Wir werden sehen. Durch den dicken Regen am Mittag sind die Wege etwas ausgewaschen, die Buggys tun ihr übriges dazu und so sind ordentliche Schlaglöcher drin - wir notieren uns schon mal im Geiste die schlimmsten für abends. Nach einem ersten Drink an der Bar, planschen im kleinen Pool sind wir richtig angekommen und schon unterwegs zum Dinner. Irgendwie können wir uns nicht dran gewöhnen daß wir für jeden Mist unsere Villa-Host rufen sollen: Zum Auspacken, zum Rumführen, zum Reservieren im Restaurant .... wir machen die Flasche Champagner leer und laufen einfach los und landen im Javuu.

Unsere sehr casualige Attitude und ein Tisch für 2 ist kein Problem, bis wir den allerdings bekommen haben wir schon 5 extrem freundliche Begrüßungen hinter uns, alle im Shangri-La Stil: Hand auf´s Herz und leicht lächelnd verneigen. Da es schon wieder tröpfelt setzen wir uns rein. Die obligatorische Sessel-ranschieb- und Serviette-auf-den-Schoß-leg-Prozedur wird in perfekter Doppelchoreographie ausgeführt. Die Karte im Javuu ist ziemlich kontintental, Steaks, Lamm, Entenbrust - aber hört sich alles sehr edel an. Herr Hodalump bemerkt während des Kartenstudiums "Also das ist ja wohl bei weitem das überkandideltste Resort in dem wir je waren". Frau Hodalump schweigt und bestellt sich leicht betroffen den tasmanischen Lachs auf Avocado als Vorspeise. Das Javuu wirkt innen auf uns irgendwie ungemütlich, vielleicht liegt es daran dass außerhalb der Verglasung regnerische Abendstimmung ist, das Javuu innen sauber runter gekühlt ist und fast leer. Das sollte allerdings auch das einzige Mal im Javuu innen sein, da das Wetter ab dann immer Dinner draußen erlaubte. Die Qualität des Essens war gut bis sehr gut, teilweise werden sehr aufwendige Rohstoffe verarbeitet, der Geschmack ist allerdings nicht immer einzigartig. Die Preise sind schon sehr gehoben, Hauptgänge zwischen 22-38 $ angesiedelt. Wir hatten Halbpension, hat sich für uns gerechnet da der Dollar gesehen zum Buchungszeitpunkt doch ordentlich gestiegen ist und wir abends durchaus ein 4 Gänge-Menü verputzen können: Wer mit Suppe und Hauptgang auskommt ist ohne HP wahrscheinlich besser bedient. Die Halbpension kann ohne Einschränkungen im Javvu, aber auch in den Spezialitäten-Restaurants Dr. Ali & Fashala eingenommen werden. Macht auch Sinn, die Karte im Javuu ist für 2 Wochen definitiv zu klein. Nur für Spezial-Dinners muss extra ein Zuschlag bezahlt werden, wie z.B. Dschungel-Dinner, In-Villa-Dining, Beach-Dinner. Es gibt eine Weinliste, haben wir nicht beachtet da wir Bier-Trinker sind. Das selbst hergestellte Shangri-La Wasser wird mit günstigen 3,50 $/L zum Essen berechnet, am Pool bekommt man es immer kostenfrei und auch in der Villa ist immer genügend Wasser vorrätig.

Die erste Nacht in der Villa hat sowohl Frau als auch Herrn Hodalump überzeugt: In diesem Riesen-Bett schläft man wie zu Hause (Herrn Hodalump steht auf der Stirn geschrieben "Besser!" da er sich für das neue Haus ein größeres Ehebett als 1,40m auf 2,10m wünscht), es gibt weder tiefgekühltes Erwachen noch gemeinschaftliches Schwitzen um 3 Uhr früh, die auf ganz kleine Stufe und angenehme 24° C geschaltete Klimaanlage im Bad macht es möglich. Die geniale Nachtbeleuchtung sorgt auch bei nächtlichen Ausflügen für geschonte Zehen und sofortiges Zurechtfinden. Das einzige Problem an dieser Geschichte ist, dass keiner der Hodalumps so richtig freiwillig früh aufstehen wollte: Viel zu kuschlig alles. Irgendwann wurde das Magenknurren dann übermächtig und nach kurzem Durchlauf des villa-internen Spas mit ca. 5m² großem Duschtempel (und göttlichen Duschgel, Shampoo & Conditioner: riecht alles irgendwie nach Zitronengras, Koriander und Zimt) machen wir uns auf - wieder in´s Javuu wo das Frühstücksbuffet ist.

Vor dem Javuu ist die überdachte Terrasse gedeckt, aber auch die Tische den Sandstrand runter bis fast an das Wasser sind vorbereitet: Nach 4x Hand-aufs-Herz-How-are-you-today Begrüssungen sitzen wir, bekommen frischen Saft (3 verschiedene zur Wahl) und Kaffee serviert. Dann begeben wir uns in den Buffetbereich, er besteht aus einem kleineren klimatisierten Raum und der Terrasse davor, wo die warmen Speisen wie Würstchen, Bacon, Lachsquiche,... warten & Eier aller Art, Waffeln, Pancakes & Crêpes nach Wunsch zubereitet werden. Innen findet sich Brot, Käse, Wurst, Müslibar, endlos leckere frische Marmeladen, frische Früchte in reicher Auswahl (mmmh, Mangos, Rambutan, Mangostin schwärmen Frau Hodalumps Augen), die Asia Ecke mit Sushi, warmen Speisen wie Suppen oder Curries, Räucherlachs, Sprossen, Kerne, Oliven, Kapern. Auch hier bei jeder Begegnung Hand-aufs-Herz, Lächeln, Nicken, wir gewöhnen uns langsam daran und machen mit. Wir werden an diesem Frühstücksmorgen noch einige Begegnungen mit den vielen fleißigen Nachschublieferanten aus der Küche haben, denn bei einem Buffet-Gang bleibt es bei diesem Angebot nicht. Herr Hodalump hat Freundschaft mit dem Omelett-Mann geschlossen und nimmt nochmal sein Urteil von wegen total überkandidelt von gestern auf und - zumindest in Teilbereichen - zurück.

Nachdem wir uns mehr oder weniger in die Bewegungsunfähigkeit gefrühstückt haben schaffen wir es gerade noch zum großen Pool, um dort in einem kuschligen Pavillon direkt am Wasser zusammenzubrechen. 2x Hand aufs Herz begrüßen, gut - die Pool-Bar-Mannschaft kennen wir jetzt auch. Im Handumdrehen haben wir 2 überformatige flauschige Badetücher, eisgekühltes Shangri-La Wasser und können so erst mal die nächste Stunde die Gedanken fliegen lassen. Als die Bewegungsfähigkeit wieder einsetzte erst mal raus ins Wasser: Die Lagune ist ja künstlich aufgeschüttet, der Sand trotzdem ziemlich fein so dass man wirklich bestens barfuß ins Meer kann. Der Strand wird ausgesprochen aufmerksam gepflegt, wie die ganze Insel fast wird er täglich gekehrt, angeschwemmtes Seegras nach Bedarf entfernt und schaut so immer pictureperfect aus. Oder wie Herr Hodalump anmerkt: Fast unecht. Oder wie es vielleicht viele Gäste erwarten. Das Wasser ist Türkis - also Shangri-La-farben- glitzernd, bacherlwarm, strahlender Sonnenschein krönt das ganze: Malediven - wir sind angekommen. Nach einer ganzen Zeit Planschen & Wellenkämmen kommt in Frau Hodalump der Sportsgeist durch: Ab in den Pool. Der ist weniger für Sportschwimmen angelegt als zum Aufenthalten: Einige richtige Erker sind ausgestattet mit verschiedenen Massagedüsen, tagsüber teilweise verschattet durchaus geeignet, mal das ein oder andere Buch zu lesen. Aber auch Frau Hodalump findet Ihre Diagonale die richtig lang ist, und so vergeht die nächste halbe Stunde sportiv.

Gegen Mittag wechseln wir zurück in unsere Villa, die Terrasse dort ist mit Daybed, 2 Liegen, Tisch & Stühlen und einem Liegesessel auch mehr als üppig möbliert. Der kleine Pool ist richtig erfrischend, und der Blick auf die wilde Brandung gefällt uns ziemlich gut. Die Hodalumps machen sich auf und wandern die korallige Seite der Insel etwas ab; anscheinend ist hier seltenst jemand unterwegs - wir finden mit die faszinierendsten Muscheln seit der ersten Begegnung mit diesen wunderschönen Behausungen der Meere am Strand von Cattolica im zarten Kindesalter. Nach einer kleinen Espresso-Hallo-Wach Einlage will auch Herr Hodalump was tun und packt am späten Nachmittag die Laufschuhe aus und joggt los. Deutlich früher als erwartet kommt er wieder zurück; da die Wege auf Villigili hauptsächlich im Inselinneren laufen und sehr geschützt sind ist es einfach zu warm dazu.
Nach einem wahnsinnigen Sonnenuntergang -den wir vom Daybed vor der Manzaru-Bar beobachten- machen wir uns langsam auf zum Essen: Heute ist Dr. Alis angesagt. Dr. Alis ist eigentlich 3 in 1: Es gibt eine Karte arabische Spezialitäten, eine Karte indische Spezialitäten und eine süd-ost-asiatische Karte. Jeden Abend gibt es dann noch ein Tagesmenü. Die Räume im Dr. Alis innen sind dementsprechend unterschiedlich dekoriert, haben wir nur von außen gesehen da wir natürlich draußen gegessen haben. Dr. Alis ist gefühlt etwas günstiger als das Javuu, es hat uns dort oft sehr gut geschmeckt (vor allem die indische Karte), ab und zu war aber auch was dabei was wirklich nicht überzeugend war. In´s Fashala hat´s uns nicht gezogen, warum auch immer sind wir da nicht gelandet.
Am nächsten Tag machen sich die Hodalumps nach dem Frühstück mal auf in´s Village, umschauen. Bei der Tauchbasis fragen wir mal an; morgens werden immer entweder ein normaler Tauchgang oder ein Two Tank Dive angeboten die etwas weiter weg sind, nachmittags wird in der Nebensaison angeblich nur am Hausriff getaucht. Der Tauchgang ohne eigene Ausrüstung schlägt mit 105$ ohne Gebühren schon ordentlich zu Buche, das frühe Ausfahren (Treffpunkt 8,45 h) kollidiert auch noch schwer mit den hodalumpschen Frühstücksvorlieben, so schauen wir erst mal weiter. Im Entertainment Pavillon stehen 2 Flipper, 1 Playstation, 1 Pool-Billard und ein wunderschöner Snooker Tisch, der leider schon ein paar Triangel im Filz hat. Weiterhin gibts eine kleine Bibliothek-Ecke dort. Die Shops haben wir nicht angeschaut, Juwelier, Gift-Shop, Souvenir-Shop & Resort Boutique. Dann gibt es noch das Eco-Center, an dem anscheinend ein Biologe Dienst tut und auch z.B. geführte Schnorcheltouren anbietet. Wir haben diesen nicht gesehen, am Eco-Center hat mich aber spontan gestört dass die AC auf voller Leistung gelaufen ist und die Schiebetür dazu sperrangelweit aufstand. Die @ Lounge haben wir nicht gebraucht, da gibt es kostenlosen Internet-Zugang und auch jedwede Bürodienste wie CD Brennen, Ausdrucken etc. - die dann natürlich kostenpflichtig. Die Villas haben einen Netzwerkanschluss mit Kabel im Schreibtisch, das haben wir für unser Netbook genutzt. WLAN gibts, haben wir nicht ausprobiert wie schnell das ist. Die Internetverbindung ist jetzt nicht rasend aber doch einigermaßen flott - für im Urlaub sein total o.k.. Hinter dem Village ist dann das Medical Center, auf Vilingili ist immer ein Arzt (zu unserer Zeit eine amerikanische Ärztin), außerdem gibt es eine Deko-Kammer. Neben dem Village gibt es dann noch den Health Club, in einem Gebäude ist da das Fitness-Center, im nächsten dann die Kombi Dampfbad/Sauna einmal für Damen, einmal für Herren: Bei der ersten Besichtigung dachten wir erst, dass das das SPA ist - so riesig ist dieser Bereich gebaut. Und wie alles vom Feinsten mit Marmor, edlen Hölzern & Badausstattung vom Alleredelsten. Neben dem Health-Club gibt es dann noch den Friseur-Salon, dort kann man sich anscheinend auch aus mehreren Modellen ein Hochzeitskleid auswählen wenn man auf der Insel eine solche Zeremonie bucht. Wir haben da keine weiteren Informationen eingeholt, aufgefallen ist uns nur der Wedding-Pavillon in der Nähe von Dr. Alis an einem der beiden Süßwasserseen gelegen: Ist wirklich weit ab vom Strand, sollte man dort also die Zeremonie haben ist gesichert, daß keine bikinitragenden Touris im Hintergrund auf den Hochzeitsfotos erscheinen. Ich könnte mir vorstellen, daß im Shangri-La die Zeremonie sehr aufwendig & stilvoll durchgeführt wird.

Um wenigstens ein bisschen Unterwasserwelt zu bekommen machen wir uns auf zum Schnorcheln, mit den Rädern fahren wir zum Whispering Palms Steg, von dort aus geht eine Leiter in´s Flache und dann gibt es einen Kanal zum an´s Riff raus schnorcheln. Je nach Ebbe/Flut wirds ganz schön flach, die Hodalumps ziehen die dicken Frühstücksbäuche ein und rutschen grad so noch über die ersten Korallen drüber. Um hier mal die Schnorchelerfahrungen der ganzen Woche zusammenzufassen: Der Eindruck des Riffs hängt immer ziemlich von den Bedingungen ab: Da unten am Riff ziemlich viel Sandflächen sind ist ab und zu das Wasser ziemlich trüb, dann ist die Sicht natürlich nicht berauschend - hauptsächlich wenn das Meer etwas bewegter ist und dann natürlich auch noch die Sonne fehlt. So ging es uns beim ersten Mal Schnorcheln, war schon o.k. aber jetzt nicht so der Wahnsinn. Die weiteren Schnorchelgänge waren von wachsender Begeisterung geprägt - die Korallen sind ziemlich bunt, offensichtlich richtig am Wachsen, es gibt wunderbare Tischkorallen, große Fächerkorallen, enorm viel Fischgewurle (ganz viel Fisch Kinderstube, so nett zum Anschauen wenn sich die Kleinen regelrecht durchs Riff jagen...), Schildkröten, Napoleons, Haie - das ist wirklich kein Alibi-Hausriff sondern ein Riff das wirklich genügend auch für ambitionierte Schnorchler hergibt. Besonders schön ist es, wenn das Wasser etwas höher steht, dann kann man so richtig schon zwischen den Korallen durchschnorcheln und sieht wirklich von der Putzerstation über die wunderbaren samtblauen Muscheln bis hin zu Nemo in seiner Behausung alles Mögliche. Das Riff ist in einem tollen Zustand, mal sehen wie lange noch: die asiatischen Nichtschwimmergäste agieren leider dort auch echt kontraproduktiv und stellen sich zum Luftholen & Ratschen auf das Riff. Offensichtlich wissen sie es nicht besser, auf unsere Erklärung hin haben sie sich schon bemüht, aber das waren halt grad mal 2 Leute..... Ich habe lang überlegt, unser schönstes Riff war ja auf Kandolhu, aber entweder schlägt bei den Hodalumps der Alzheimer schon zu oder das Riff auf Villingili hat wirklich was. Einhellige subjektive Hodalump Meinung war: Das Villingili Riff liegt hinter Kandolhu…..aber nicht sehr weit.

Am nächsten Tag sind wir dann doch mal mit dem Tauchboot rausgefahren um das Frühstücks-Procedere nicht so zu beschneiden hat der Wecker um 7 Uhr geklingelt und kurz später haben wir uns zum Javuu aufgemacht. Auf der Insel ist schon richtig was los, viele Arbeiten wie Palmen zuschneiden, kehren etc. werden offensichtlich sehr früh gemacht um die Gäste nicht zu stören. Im Restaurant waren wir nicht die ersten, erstaunlich wie viele Leute auch um kurz nach 7 lieber im klimatisierten Raum sitzen statt draußen bei mehr als angenehmen Temperaturen. Nach einem wie immer ausgiebigen Frühstück sind wir rechtzeitig zum Tauchboot los, wir waren außer den Leuten vom Staff die einzigen Taucher. Ausrüstung ist natürlich schon auf dem Boot, aufgerödelt selbstverständlich. Das Tauchboot ist top ausgestattet, neu natürlich, Toilette & Dusche an Bord. Besatzung shangri-la mäßig superfreundlich, helfen mit allem, reichen jederzeit Tee, Wasser, Säfte etc.. Die Tauchlehrer sind auch alle versiert, Briefing ist ordentlich, passt alles. Der Tauchgang an sich war nett - aber nicht spektakulär. So haben wir uns gleich entschlossen hier nicht weiter einzusteigen, zum Tauchen fahren wir wohl doch eher mal wieder nach Thailand oder Ägypten.

Spa:
Das CHI ist wirklich ein eigenes Dorf, es gibt mehrere verschiedene Villen, alle mit einem eigenen Umkleidebereich mit Dusche & WC und einem separaten Behandlungsraum. Die Behandlungen sind sehr gut, allerdings ist alles sehr sophisticated: Jeder hier scheint überzeugt zu sein, im besten Spa der Welt zu arbeiten. Frau Hodalump war zufrieden, aber nicht überwältigt.

Der Rest der Woche verflog in bester Stimmung, zum Ende hin bemerkte sogar Herr Hodalump dass er es wunderbar noch mehrere Tage auf Villingili aushalten würde, Frau Hodalump vernimmt es mit leiser Genugtuung. Die Abrechnung war sehr entspannt, haben wir einfach in unsere Sundowner-Stunde in der Manzaru-Bar integriert, die Rechnung war sofort korrekt (die Barbelege hatten wir schon am Vorabend auf dem Zimmer zum Überprüfen) und die Kombination aus Bezahlen müssen, unseren Lieblingsdrink als Abschiedsgoodie vom Barkeeper zu bekommen & unvergesslichem Sonnenuntergang gleichzeitig hat uns das Bezahlen echt leicht gemacht.

Die Rückreise war früh, sehr früh: Um 5 Uhr brachte uns das Speedboat nach Gan, von dort aus ging es per Flieger nach Male. Dort hatten wir ja noch Zeit, diese verbrachten wir im Hulhule Island Hotel beim Frühstücken und ließen uns erst gegen Ende des Check-Ins wieder zum Flughafen bringen. Da relativ gleichzeitig 3 große Maschinen nach England, Rußland & eben München gingen war das Terminal trotz Erweiterung ziemlich voll. Geradezu heftig war es dann vor der Sicherheitskontrolle: Da konnte man dann gleich wieder eine ganze Menge Vorurteile bestätigt bekommen. Ganze russische Familien handeln lautstark bis zur letzten Minute im Parfüm Duty Free, um sich dann in Bausch und Bogen an der langen Schlange die Treppe runter an allen Wartenden vorbeizudrängeln. Anscheinend gibt es im Flughafen für die Anzeige nur noch den Button Final Call, der blinkt schon ½ Stunde bevor mit dem Boarding überhaupt angefangen wird, sorgt aber in der Schlange schon für gewisses Streßpotential. Der AirBerlin Flug verlief ruhig & angenehm, hatte in München leider auch schon wieder gut Verspätung was aber die Applaus-Stürme nach der Landung nicht beeinträchtigte. Die vom Kopiloten angedrohten „lausigen 8°C“ erwiesen sich leider als Realität, da träumen wir doch leicht bibbernd uns gleich wieder nach Villingili.
Ganz grundsätzlich hatten wir im Shangri - La oft 2 total konträre Empfindungen:
Die überherzliche Begrüssung an jeder Ecke - am Anfang waren wir irritiert und haben es eher als aufgesetzt und lästig gesehen, komisch nach dem 2. Tag war das dann weg: Eher hatten wir den Eindruck daß das eben das automatische "Grüß Gott" auf Villingili ist. Die wunderbaren Villen, das tolle Ambiente haben wir sehr genossen, die teilweise inflationäre Menge z.B. von Dekovasen oder Dedon-Liegen auf der Insel oder die unglaubliche Menge von edelst ausgestatteten Waschräumen fanden wir befremdlich: War da noch ein Riesenbudget übrig das unbedingt verbraten werden musste oder erwartet das der internationale Shangri-La Gast zwingend? Die vielen kleinen Ideen zum Umweltschutz zeigen über viel Nachdenken im Vorfeld, andererseits irritieren die überall auf Eiseskälte eingestellten Klimaanlagen & Lichter die einfach mal 24 h am Tag brennen. Wir waren wirklich die einzigen Barfuß Gäste in luftiger Malediven-Flatter-Garderobe auf der Insel, trotzdem fühlten wir uns damit immer wohl neben den sehr eleganten Damen im Cocktailkleid, mit Hochsteckfrisur & Mörder-High-Heels. Total entspannt das Ganze. Die Zimmer sind mit soviel Dingen ausgestattet wie Espresso, Tee, komplettes Kosmetikprogramm außer Sonnencreme, Internet, Ausflüge, Trinkwasser am Pool sind complimentary - andererseits sind Dinge wie Spa-Anwendungen oder Tauchen irgendwo an der Grenze von hochpreisig zu unverschämt, vielleicht ist da die kleine deutsche Hodalump-Seele vielleicht nicht der Shangri-La Traumkunde?

Das Spa z.B. wurde von den asiatischen Paaren wirklich ausgiebig besucht, gut, die meisten waren wohl auf Flittertage, da wird in den 3 Tagen nichts ausgelassen, egal was es kostet. Aus dem englisch-sprachigen Raum sind viele Gäste, die sich anscheinend nicht so intensiv mit den Malediven als Reiseziel auseinandergesetzt haben: Bekleidungsmäßig mit Jeans & Langarmhemd, Business-Schuhen & leicht schwitzend. Da verstehe ich so im Nachhinein den ein oder anderen enttäuschten Reisebericht auf Tripadvisor durchaus. Wir waren mehr als angetan; alles in Allem ist es die 2. Insel für uns, auf die wir durchaus noch mal fahren könnten.

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