MY Royal Manta Reiseberichte

MY Royal Manta Sonnendeck MY Royal Manta Kabine MY Royal Manta

Tauchsafari Süd Malé und Ari Atoll mit der MY Royal Manta vom 15. Januar - 22. Januar 2012

Wir verbrachten unsere erste Tauchsafari auf den Malediven auf der Royal Manta. Das neue Schiff kreuzt seit Ende 2011 durch maledivische Gewässer. Gebucht hatten wir eine Balkonkabine auf dem Oberdeck. Wir erhielten Kabine 10. Alle Deckspläne sowie weitere Informationen über das Schiff findet man auf der Homepage
http://www.royal-manta-maldives.com/galerie_boot.html.

Die Anreise erfolgte wie immer mit Emirates über Dubai, nichts spektakuläres. Flüge allesamt pünktlich und nahezu ausgebucht. Nach unserer Ankunft in Malé begrüßte uns Rahman, der uns auch für die nächste Woche als Tauchguide begleiten sollte. Wir wurden zum Wartebereich gegenüber des Dhigaaru-Shops geführt, wo sich allmählich alle zukünftigen Mitreisenden einfanden. Nach dem ersten Kennenlernen wurden wir dann nach ca. 2 Stunden Wartezeit Richtung Tauchdhoni geleitet, es wartete am Flughafen-Abfahrtssteg. Nach kurzer Überfahrt Richtung Kurumba (hier lag die Royal Manta vor Anker) erreichten wir das Schiff. Schon auf der Dhonifahrt konnten die Taucher ihr “Gerödel” in die Boxen packen, der erste Teil des Gepäcks war also schonmal verstaut. Angekommen auf der Royal Manta gab es eine Begrüßung mit Kaltgetränk durch Barbara. Manfred war während unseres Aufenthalts nicht anwesend, er war nach Düsseldorf zur Boot geflogen.

Nachdem alle 13 Tauchtouristen (allesamt deutschsprachig) die zugewiesenen Kabinen bezogen hatten, gab es Mittagessen und ein Boardbriefing von Barbara. Zwei Mitreisende kamen erst mit dem Nachmittagsflug an, sie erhielten ihr eigenes Briefing. Alle Aktivitäten auf dem Schiff werden durch Glockenläuten angekündigt.

Prinzipiell ist es erwünscht, dass alle Kabinen unabgeschlossen bleiben. Ein kostenloser Safe befindet sich in jeder Kabine. Auf dem sehr geräumigen Hauptdeck befindet sich der Bar- und Essbereich, wo auch die Briefings durchgeführt wurden. Er wird ergänzt durch eine kleine Bibliothek mit Sitzbereich, dort steht auch ein kostenloser Laptop zur Internetnutzung zur Verfügung. Separat hiervon liegen zwei Balkonkabinen, die durch eine Tür vom Essbereich abgetrennt sind. Hinter dem Bar-Bereich schließt sich die Küche sowie Räumlichkeiten für die Angestellten an. Im Unter- und Oberdeck befinden sich hauptsächlich Kabinen, auf dem Oberdeck hat Barbara im Massageraum (der nicht als solcher genutzt werden darf) ihr Büro eingerichtet. Hier befindet sich im Heck auch ein großer überdachter Außen-Sitzbereich (Raucherzone) mit Maledivenkarte, auf der täglich der Routenverlauf eingezeichnet wird sowie die Übersicht über die angefahrenen Tauchspots.

Eine schmale Treppe führt dann hinauf zum großen Sonnendeck, wo es reichlich Liegeplätze mit und und Sonne gibt sowie einen Whirlpool, der auf Wunsch mit Wasser gefüllt wird.

Während der Woche auf dem Schiff wird kein Bargeld benötigt, die Getränke werden nach dem Muschel-System (dazu später mehr) bezahlt, eine Abrechnung erfolgt am Ende der Woche. Hier wird dann auch darum gebeten Trinkgeld zu geben, es ist erwünscht, eine Trinkgeldsumme für alle Crew-Mitglieder in die Tipp-Box zu stecken, diese wird dann gerecht verteilt.

KABINEN
Unsere Kabine 10 war winzig, sie bestand aus einem ca. 1,40 m Doppelbett mit bequemer Matratze und zwei Schränken im Wohnraum. Die Koffer können unter dem Bett verstaut werden. Der Stauraum war nicht ausreichend um alle Habseligkeiten unterzubringen, da musste eben improvisiert und eine Woche aus dem Koffer gelebt werden. Gegenüber der Tür befindet sich die Fensterfront mit Balkontür zum überdachten Balkon, auf dem sich auch eine schöne geschützte Liegefläche befindet. Die Reling kann als Wäscheleine genutzt werden, entsprechende Wäscheklammern sind vorhanden.

Positiv überrascht hat uns das Bad, dieses ist im Vergleich zur Kabinengröße nahezu geräumig, die Dusche hat ein Fenster zur Belüftung. Zur Kabinenausstattung gehören Handtücher aller Art, auch “Strandhandtücher” mit eingebautem Kopfkissen für die Sonnenliegen. Es gibt in jedem Zimmer eine Klimaanlage, hier kann man zwischen den Stufen Ein und Aus sowie zwischen Eiszeit und moderater Kälte wählen. Wir haben die meiste Zeit die “natürliche” Klimaanlage offene Balkontür und offenes Fenster gewählt.

Der Kühlschrank in unserem Zimmer hat nicht funktioniert. Ein Flachbildfernseher zum DVD schauen ist vorhanden, wurde aber nicht genutzt.

Die Kabinen sind relativ hellhörig.

ESSEN und GETRÄNKE
Im Reisepreis enthalten sind drei Mahlzeiten am Tag sowie unbegrenzt Kaffee und Tee, das Frühstück wird nach dem ersten Tauchgang eingenommen, Mittag zwischen Tauchgang 2 und 3, Abendessen nach dem letzten Tauchgang. Das Frühstück wird in Buffetform angeboten, es gibt verschiedene Sorten Brot und Toast, süße Aufstriche, Wurst und Käse sowie eine Obstplatte, manchmal Kuchen und süße Pfannkuchen mit Äpfeln oder Bananen (seeeehr lecker). Außerdem werden Eier nach Wunsch zubereitet, jeden morgen kommt einer der Mitarbeiter zu allen Gästen an den Frühstückstisch und nimmt die Bestellung auf. Zum Mittag gibt es ein Hauptgericht mit verschiedenen Beilagen (z.B. Curry, Nudeln, Pizza), welches in großen Schalen oder Platten auf den Tisch gestellt wird, jeder kann sich dann selbst bedienen. Zum Nachtisch gab es immer Obst. Das Abendessen besteht aus drei Gängen, Vor- und Nachspeise sind fertig portioniert und werden serviert, das Hauptgericht wird auf den Tisch gestellt und wie beim Mittagessen kann man sich hier selbst bedienen. Es gab sehr viel (leckeren) Fisch in allen Formen und Farben, aber auch mal Rinderfilet. Zum Nachtisch gab es oft Eis und Obstsalat. Zu Beginn der Reise wurde nach Vorlieben und Abneigungen gefragt, der Speiseplan kann dahingehend variiert werden. Alex bekam zum Geburtstag einen tollen selbstgemachten Kuchen.

Das Essen war insgesamt nicht das beste, was wir jemals auf den Malediven gegessen haben, aber sehr passabel. Wir sind immer mehr als satt geworden und waren ja nicht wegen des Essens dort :)

Die Auswahl an Getränken war Malediven-typisch, diverse Softgetränke (0,5 l PET) sowie stilles Wasser in 1,5 l PET-Flaschen, ferner Bier in Dosen und diverse Sorten Wein, Sekt und Hochprozentiges. Bezahlt wurden die Getränke mit Muscheln: Zu Beginn der Reise erwarb man zunächst den ersten Beutel Muscheln zu 50 Euro mit einem Inhalt von 47 Muscheln (3 Muscheln Steuer wurden bereits einbehalten). Ein Softgetränk oder eine Flasche Wasser kosten 2 Muscheln. Alles in allem also sehr moderate Getränkepreise.

TAUCHEN
Am Ankunftstag wurde nicht getaucht.

Ansonsten verliefen alle Tauchtage ähnlich: Wecken 6:00 Uhr, Briefing zum ersten Tauchgang 6:30 Uhr, Abfahrt mit dem Tauchdhoni zum Tauchspot (meist in Sichtweite zur Ankerposition der Royal Manta), Rückkehr zum Schiff, Frühstück, kurze Pause, zweiter Tauchgang gegen 11:00 Uhr, Mittagessen, Mittagspause, dritter Tauchgang gegen 15:00 Uhr, Pause, Abendessen. Wenn der dritte oder vierte Tauchgang ein Nachttauchgang war, verschob sich das Abendessen entsprechend. An einem Tag wurden vier Tauchgänge gemacht, am letzten Tauchtag nur zwei.

Die Route führte uns über das Südmalé Atoll (Check-dive Laguna Beach) ins Ari Atoll (erster Tauchgang hier vor Bathala), dann einmal durch das komplette Ari Atoll (Fish Head, Manta Point, Panettone, Maamigili) zurück ins Süd Male Atoll. Der letzte Tauchgang erfolgte vor Kurumba im Nord Malé Atoll.

Nitrox für 50 Euro Aufpreis für die ganze Woche bei allen Tauchgängen falls gewünscht.

Die Dhoni-Crew war ausgesprochen fit und hilfsbereit, man musste sich praktisch um nichts kümmern, die Jungs haben alles vor- und nachbereitet. Auf Wunsch bekommt man sogar die Boje aufgerollt :)

Dani hatte als einzige Nicht-Taucherin und Nur-Schnorchler einen Sonderstatus, an den meisten Tauchspots konnte sie mit einem der Dhoni-Männer als Guide schnorcheln.

Auf dem Dhoni gibt es Handtücher sowie Kokosnuss-Schnitze nach dem Tauchgang.

Getaucht wird mit Buddy in einer Gruppe zusammen mit einem der beiden Guides. Buddy-Team und Tauchguide werden vor dem ersten Tauchgang am Anfang der Woche festgelegt und bleiben dann auch so falls nicht anders gewünscht.

Die Briefings vor dem Tauchgang erfolgten immer auf der Royal Manta, sie wurden von Shaheem (zweiter Tauchguide neben Rahman) sehr ausführlich und bunt illustriert in Englisch durchgeführt.

Tauchtechnisch wurde für jeden etwas geboten, Strömungstauchgänge mit Großfisch und schöne Rifftauchgänge mit Kleinzeug.

Uns ist während der Woche so ziemlich alles vor die Nase geschwommen, was die Malediven zu bieten haben, von der Mini-Garnele zum Walhai war alles dabei.

Tauchplätze: Es wurden eher die altbekannten Highlights der jeweiligen Atolle angefahren, nicht selten waren die Taucher der Royal Manta nicht die einzigen Taucher, gerade an den Highlight-Spots waren auch mal mehrere Boote vor Ort.

Das Tauchdhoni an sich spielt im Vergleich zum bisher gesehen in einer eigenen Liga. Sehr geräumig, clevere Aufteilung, gute Flaschenfixierung, Toilette, Sonnendeck - alles was man zum Wohlfühl-Tauchen braucht.

RAHMENPROGRAMM
Am dritten Abend ankerten wir vor einer Barbecue-Insel nahe Thudufushi im westlichen Süd Ari Atoll. Hier konnte man zunächst bei Tageslicht die Insel erkunden und Schnorcheln (unglaublich schönes Riff) oder Volleyball spielen, nach Einbruch der Dunkelheit wurde gegrillt.

Ferner besuchten wir die Einheimischen-Insel Guraidhoo im Süd Malé Atoll, hier zeigte uns der Dhoni-Kapitän sein Haus und seine Familie sowie die Dhoni-Werkstatt seines Vaters. Am letzten Tag gab es die Möglichkeit Malé zu besuchen, da wir die Stadt bislang noch nie gesehen hatten, entschlossen wir uns, dieses Angebot anzunehmen. Gewappnet mit unserem Reiseführer tingelten wir die übliche Touristen-Route im Norden der Hauptstadt ab (Hafen, Präsidentenpalast und -park, große Moschee, Fischmarkt, Gemüsemarkt, Souvenirläden) um schließlich im Sea Gull für einen leckeren Eisbecher (europäisches Preisniveau) einzukehren.

Am Abreisetag wurden alle Abreisenden um 7:30 Uhr mit dem Dhoni zur Flughafeninsel gebracht, für uns erfolgte von hier aus der Transfer nach Angsana Ihuru.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die einwöchige Tour mit der Royal Manta eine tolle Erfahrung war. Die herzliche Atmosphäre an Bord, das großzügige Platzangebot (außer in der Kabine), die netten Gespräche mit den Mitreisenden, das tolle Personal und nicht zuletzt das schöne Wetter mit ruhiger See (meines Wissens nach war niemand seekrank) haben die Tour zu einem unvergesslichen und kurzweiligen Erlebnis gemacht.

Wir sind jedenfalls angetan vom Konzept einer Tauchsafari und schließen nicht aus, so etwas in Zukunft wieder zu machen.

Dani & Alex