Gasfinolhu

Reisebericht Gasfinolhu vom 26.2.2010 – 12.3..2010

Unser siebter Maledivenurlaub (vorher Lily Beach bevor Renovierung, Thudufushi, Komandoo) hatte erstmalig eine Insel aus dem Nord-Male Atoll zum Ziel. Zum ersten Mal hatten wir zur Anreise Emirates gewählt und wurden nicht enttäuscht. Der Flug von Frankfurt über Dubai nach Male war problemlos. Das Gepäck wird durchgecheckt nach Male und die Bordkarte für Dubai-Male gab es schon in Frankfurt. Eine super professionelle Airline mit sehr guten Sitzabstand (85cm, Boeing 777-300ER), sehr guten Essen (3 Menüs zur Auswahl in der Eco), Super Entertainment mit Video on demand, Unmengen CD´s, Computerspielen (auch im Netzwerk gegen andere Mitreisende), künstliche Dämmerung und Sternenhimmel und tolles Personal sowie 30Kg Freigepäck. Selbstredend lagen Kopfhörer, Decken und Kissen an jedem Platz bereit. Bei den Getränken musste man nur Champagner bezahlen alles andere war kostenfrei. Wir reden hier immer noch von der ECO ! Dagegen ist Condor eine reine Horrorairline, die wir nicht mehr buchen werden. Die Zeit verging wie im Flug und wir setzen pünktlich morgens in Male auf. Nachdem wir unser Gepäck geholt hatten und wir uns beim Reiseleiter angemeldet hatten ging es nach ca. 15 Minuten zu unserem Speedboat, welches uns in 30 min nach Gasfinolhu brachte. Gasfinolhu ist eine längliche Insel von ca. 450 x 75 m wobei die Hälfte für Staff und die andere für die Gäste bestimmt ist. Beim Anlegen an den Steg ( er ist gefühlte 500 m lang !) offenbart sich der Nachteil, das Gasfonolhu kein Hausriff hat. Gasfinolhu sitzt mit 2 anderen Inseln auf einem Riff und besitzt beidseitig lange, große und flache Lagunen. Bei Flut war das Wasser hüfthoch und bei Ebbe ist es möglich zur Nachbarinsel Lohifushi zu laufen (!). Insofern heizt sich die Lagune ordentlich auf aber man kann herrlich darin vor sich hindümpeln. Für die Schnorchler fährt ein Schnorcheldhoni zweimal am Tag kostenlos hinaus. In der Lagune selbst herrscht reges Leben. Diverse Schwarzspitzenriffhaie patrouillieren durch die Gegend, Muränen sind auf der Jagd und sogar kleine Adlerrochen haben wir gesehen.

Gasfinolhu besitzt nur 40 Bungalows als Einzel oder Doppelbungalows. Diese sind deutlich in die Jahre gekommen und noch aus den alten Korallensteinen mit einen Strohdach. Sie sind groß, verfügen über genügend Ablagen und haben einen Safe und sogar einen Fernseher. Die Klimaanlaage war zumindest in unserem Bungalow etwas schwach aber durch Hinzuschalten des Deckenventilators kein Problem. Das Bad ist ein wenig klein und leider nicht halboffen. Alle Bungalows sind zum Meer gerade oder schräg ausgerichtet , haben eine Terrasse und zwei bequeme Stühle. Liegestühle finden sich am Strand. Es sind immer welche vorhanden. Trotz Vollbelegung haben wir uns oft gefragt wo die ganzen Leute sind. Der Roomboy kommt zweimal am Tag und macht das Zimmer sauber. Eine Minibar ist gegen Entgeld vorhanden.

Gasfinolhu ist eine reine Barfußinsel. Der Bar-Rezeptions-Restaurantbereich hat Sandboden und ist ausreichend groß. Es gibt immer freie Plätze. Alle Mahlzeiten sind in Buffetform und die Auswahl ist reichhaltig und das Essen schmeckt wirklich lecker. Man kann sich einen freien Tisch zu jeder Mahlzeit aussuchen, hat aber einen fest zugeteilten Kellner. Das Personal ist absolute Spitze. Wir haben uns von Anfang richtig wohl gefühlt. Außer den AI enthalten Getränken wie Rot-, Weiß- und Rosewein sowie Tiger Bier und Wasser ( 0,5l Flasche) haben wir nichts konsumiert.

Abends gibt es immer ein wenig dezente Unterhaltung. Das Publikum besteht hauptsächlich aus Schweizern, Italienern, Engländer und Deutsche. Da es aber keine Remmi-Demmi Insel ist, lebt es sich schön ruhig.

Die Ocean Pro Tauchbasis ist hervorragend. Anja und Rene zusammen mit Samir gehen auf alle Wünsche ein und führe die kleine Basis, die sich am Steg befindet sehr gut. Bedingt durch die Struktur der Gäste sind die Tauchgruppen eher klein. Ich hatte sogar einmal das Boot ganz für mich allein mit einem Guide und drei Mann Bootsbesatzung !. Das macht nicht jede Basis. Ich habe miterlebt wie professionell und individuell Tauchneulinge ausgebildet wurden und kann nur meinen Hut vor dem Engagement ziehen. Einmal die Woche gibt es einen Ganztagesausflug. Wir waren am „Mantapoint“ und es waren auch jede Menge dieser wunderschönen Tiere da. Fantastisch.

Man kann auch diverse Ausflüge wie Islandhopping, eine zusätzliche Halbtagesschnorcheltour, Maleausflug uvm buchen. Wir hatten ein zusätzliches Dinner am Strand gebucht und saßen an einem schön dekorierten Tisch allein am Strand und wurden mit Langusten verwöhnt. Hervorragend !

Gasfinolhu besitzt auch eine Kajak und Windsurfstation sowie ein SPA. Diese Einrichtungen haben wir nicht benutzt. Es gibt auch einen kleinen Shop in dem man Postkarten und die üblichen Dinge erwerben kann. In diesem Shop ist auch eine Surfstation vorhanden für 10 USD / halbe Stunde. Das Internet war richtig schnell und ich konnte es problemlos nutzen.
Nach zwei Wochen ging es dann gen Heimat. Auch hier lief alles perfekt ab. Das Speedboat fuhr pünktlich ab und wir erreichten unseren Flug bequem. Der Rückflug verlief dann in ähnlich entspannender Atmosphäre wie der Hinflug.

Fazit: Gasfinolhu ist eine einfache, natürliche kleine Insel in der man vom Komfort nicht allzuviel erwarten sollte. Bungalows und Strandliegen wären renovierungsbedürftig. Allerdings fallen diese kleinen Mängel beim dem Flair der Insel nicht ins Gewicht. Das Essen ist lecker, das Personal freundlich und man fühlt sich auf dieser kleinen, netten Barfußinsel wohl und wie zu Hause. Wir würden und werden Gasfinolhu wieder buchen. Die Insel schließt aber ab April 2011 wegen Renovierungsarbeiten und ich will nicht hoffen das dann noch so einen Luxus Bude entsteht.

Die nächste Reise geht dann Ende Mai nach Velidu. Geflogen wird mit Sri Lankan, das wollten wir auch mal ausprobieren.